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A p t.
ster zu setzen gieng er 1557., und abermal 1564.nach Italien, hörte, und sprach daselbst die berühm-testen Männer, und nahm im letzter» Jahre zu Bo-nonien die Doktorswürde in der Medicin. Er hatteauf Befehl Herzog Albrechts eine Karte von Bajernaufgenommen, und selbe schon 1561. in einem Blattean das Licht gestellt, 1566. gab er sie hierauf auf24. Blattern heraus, und wurde dafür von demHerzoge mit 2500 Dukaten beschenkt, auch sein aka--demischer Lehrgehalt mit ifo Gulden lebenslänglichvermehret. Als er aber nachmals sich zur lutheri-schen Lehre bekannte, mußte er die Universität undsein Vaterland 1568- verlassen, begab sich dannnach Wien zu dem Kaiser Maximilian dem Zweyten,welcher ihn mir vieler Güte aufnahm, und nacheinem Aufenthalte von drey Monaten mit einem Ge-schenke von hundert Joachimsthalern wieder entließ,endlich wurde er 1569. zu Tübingen als Professorder Mathematik angestellt, und starb daselbst den14. Novemb. 1589. an einem Schlagfluße im ?8.Jahr. Von ihm handelt ausführlich Erhard Gel-lius in Orat. äs Vita, & morte ejus habita an-no 1589. Tubing. 1591. 4. Er hat geschrieben
De Geometris Principiis.
Bavaris Descriptionem geographicam. Mo-nach. 1566. auf 24. Blattern. Fol.
De Cylindri utilitate, sine loc. & an. 4. iteraTubing. 1586. 4.
De usu Trientis instrumenti astronomici novi.Tubing. 1536. 4.
Librum de Umbris, ablolutum iszjj., welchessein Vater angefangen, abcr unvollendet gelassen.
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Epi-