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Anton Maria Kobolts ... baierisches Gelehrten-Lexikon : worinn alle Gelehrte Baierns und der obern Pfalz, ohne Unterschied der Stände und Religion, welche bis auf das XVIII. Jahrhundert und zwar bis zum Ausgange des Jahrs 1724 daselbst gelebt und geschrieben haben, mit ihren sowohl gedruckten als noch ungedruckten Schriften nach alphabetischer Ordnung beschrieben und enthalten sind / Anton Maria Kobolt
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fahren, welche ihn in seinem Unternehmen ungemeinbestärkten. Er fuhr also m seiner Arbeit fort, hatteaber 15:9. im Monate Oktober, da er eben von Re-gensburg in Abensberg bey seiner Schwester anlangte,den Verdruß, daß man ihn ohne zu sagen warum,vermuthlich aber weil man ihn der Ketzerey wegen inVerdacht harte, ins Gefängniß setzte, woraus erzwar nach wenigen Tagen, da sich der Herzog seineraunahm, losgelassen wurde, doch blieb er von dieserZeit an immer verdrüßlich, und melancholisch, undder Kummer über diesen Schimpf zehrte nach, undnach seine Kräfte auf. i;zv. in seinem 64. Jahreheurathere er seine Magd eine Schwäbinn, traf esaber sehr übel, indem er an derselben ihrer Armuthungeachtet ein böses, zanksüchtiges, und dabey gei-ziges Weib bekam, welche rhm sehr feindselig, undhart begegnete, auch nicht einmal recht zu essen gab:mir dieser machte er sich zu Regensburg ansässig.i?zz. wurde er von dem bajerischen Kanzler Leon-hard von Eck nach Jngolstadt berufen, und ihm dieErziehung seines Sohnes Oßwalds aufgetragen. Daer nun um seine Frau abzuholen, nach Regensburgreifere, erkrankte er unter Weges, und beschloß ingedachter Stadt sein Leben den 9. Jenner 15Z4. im68. Jahre seines Alters; kurz vorher war er mitder deutschen Uebersetzung seiner bajerischen Annalenfertig worden. Er wurde in dem heut zu Tage so-genannten adelichen Kirchhofe des Stifts St. Em-meram zu Regensburg begraben. Sein Freund Jo-hann Teylenk Stadtsyndikus zu Straubing hat ihmein schönes Grabmal von weißem Marmor, woraufnebst der Aufschrift seine Bildniß eingehauen ist, se-tzen lassen. Avenrin war ein Wunder seiner Zeit,indem er sowohl in der lateinischen, als griechischenLitteratur, Mathematik, und historischen Wissenschaf-ten