Wolfhalden hat seinen Namen wahrscheinlich von dem frü-herm Aufenthalt von Wölfen. Am 17. Juni 1105 fand daselbstdie bekannte Freiheitsschlacht start, in welcher Herzog Friedrichvon, Oesterreich, der heunlcch ins Land einfallen wollte, abervom Weiber» verraihe» ward, von den Appenzellern nnver-mulkher überfallen und mit Verlust von 500 Alan» geschlagenwnirde. 200 Panzer und die Panner von Winierthur, Schaff,hamsen, Feldkirch und Schlandersbcrg bliebe» den Siegern zurBemre, die ihrerseits 11 2)lann eingebüßt habe» sollen. 1115der, 11 . Juli erlitten die Schwaben , beim Versuche eines Ein-falls, ei» ähnliches Mißgeschick. Sie wurden mit Verlust von177 Mann zurückgejagt und bis Rheineck verfolgt. 1831 fandzum Andenken an diese Begebenheiten eine schone Schlachtfeiecstart. Die Gemeinde war einst nach Thal kirchgenösscg, beschloßaber mit Heiden die Trennung von der Mnttergemeinde unddie Errichtung einer gemeinschaftlichen Pfarrei. Da man sichabew hinsichtlich des Lokals nicht verständigen konnte, so errich-tete jede Gemeinde eine besondere Kirche. Wolfhalden führtedieselbe im Jahr 1652 auf, wozu ihr Haupkmaiin Johs. Ban-zig er durch eine Vergabung von 6000 fi. an die Pfründe be-sonders behülflich war. Seither liefert uns die Geschichte derGemeinde keine wichtigen Daten. Ihre wichtigsten Weiler sind:
1) In der äußern Rhode: das Mülltobcl, 13 Häu-ser mit 81 Einwohnsrn, auf einer Ebene, an der Grenze desNdeinthals, wo vor etliche» dreißig Jahren noch Wochen- undJahrmärkte gehalten wurden. — Hub, eine Gegend mit 12Häusern, 85 Einwohnern und einer L-chule, und Bühle,(vorder und hinter) mit 16 Häusern und 120 Einwohnern, wosich ebenfalls eine Schule befindet.
2) In der obern- oder Kirihrhod liegen: der Gng-genbühel, eine genußreiche Anhöhe mit 2 Häusern, wo 1832ein Uebnngslager gehalten wurde. — Lippenccuti, 8 Häu-ser mir 82 Einwohnern und einer Schule. — Luchten, einschöner, fruchtbarer Weiler mit 9 Häusern und 53 Ecnwohnernnahe beim Dorfe. — Unterwolfhalden, mit 19 Häusernund 119 Einwohnern und Schon enbühl, eine romantischeBergichlncht am Mühlebach, eine Stunde vom Dorfe, mit 8Häusern, 51 Einwohnern und einem Bade. Dieses ist sehralten Ursprungs, seit 11 Jahren a-er neu und geräumig auf-geführt worden. Es hat 5 Gastzimmer, in 1 Badegewölben52 Wannen und genießt ziemlichen Zuspruch. 5 in seiner Näheauf Kalksteinfelsen entspringende klare, frische Quellen sindnur der Quantität nach verschieden; sie riechen und schmeckenhepatisch, enthalten SchweselwasserstcMas, Kohlensäure, koh-len - und salzsaurs Kalkerde. Das Wasser würd weiß vomSieden, giebt einen salzigen Rückstand von einem Gran aufeinen Krug und dient gegen Hanr- und Gliederkrankheiten,Verstopfung, Hypochondrie u. dgl.
3) In der untern Nhod befinden sich: das Hasle(hinter und vorder), ein ansehnlicher Weiler mit 11 -Häusernund 97 Einwohnern an der östlichen Grenze des Landes, wogutes Obst und Wein wächst und sich dem Auge eine anzie-