Epoche der achtzehnten Dynastie. ' 2 '>
Auf der Insel Elephantine waren zwei Tempel von ebendieser sehr eigentliiimLichen Anlage, beide aus der Zeit Amenlio-tep’s III. 1 Am Besten hatte sich in neuerer Zeit der südliche
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von beiden erhalten, der sich sowohl durch sein glückliches Ge-sammtverhältniss, — schlankere Pfeilerform und höheren Unter-bau, auf dessen Terrasse eine schon namhafte Stufenreihe empor-führte, — als besonders durch, die vorzüglich geschmackvolleBehandlung der Säülenform auszeichnete. Die Schäfte der Säu-len waren aus acht starken Stengeln zusammengesetzt, oberwärtsmit den üblichen Bandstreifen umgürtet, im unteren Drittheilvöllig glatt, unterwärts jedoch mit einer Art aufsteigender Schilf-blattzierden versehen, wie auch am unteren Theile des Kapitalessich feine Ornamente in der Art von Schilfblättern bemerklichmachten. Die Rundbasis war breit ausladend, flach und nachdem Rande zu etwas geneigt. Es zeigte sich hier unstreitig einglücklicher ästhetischer Sinn, der gegebene Elemente zu einerschönen und edeln Wirkung auszugestalten vermochte. — Dernördlich belegene Tempel, ganz derselben Anlage entsprechend,war nur noch in geringeren Resten erhalten. * — Eine Ufermaüer
gefunden zu haben (falls nicht gar zu der restaurirten Darstellung diesesTempels der südliche Tempel von Elephantine schon erhebliche Motive her-gegeben hatte.)
, 1 Champollion, lettres, p. 171. — 2 Die Abbildungen in der Descr. del’Egypte, Antt. I, pl. 34—38.
Kugler, Geschichte der Baukunst. 5