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X, Der Islam etc,
Grundriss des Schlosses der Alhambra.
pich erstreckend, 70 Fuss breit und 120 F. lang, mit einemW asserbecken in der Mitte, mit zweigeschossigen Gemächern anden Langseiten und Arkadeugallerieen von 10 F. Tiefe an denSchmalseiten. Nordwärts führt er in den schmalen Saal der„Barca“ und aus diesem in den prächtigen, mit hoher Kuppelbedeckten Empfangsaal, den „Saal der Gesandten“. Der letzterebildet das Innere eines überaus starken, gegen den Nordhang derCitadelle hinaustretenden Festungstlnirmes, welcher der „Thurmdes Comares“ lieisst; 1 der Saal ist gegen 34 Fuss Lang undbreit, bis zum Gipfel seiner Kuppel über 58 F. hoch und andi •ei w änden mit je 3 Fensternischen von mehr als 9 F. Tiefeversehen. Die Ausstattung dieser Centraltheile ist, überwiegendoder gänzlich, der Zeit um die Mitte des vierzehnten Jahrhun-derts zuzuschreiben. — Von den Theilen, welche auf der West-seite des Ilofes der Alberen belegen waren, ist nur Wenigesübrig geblieben ; namentlich gehört hiezu eine, aus Fragmentenandrer zerstörter Baulichkeiten hergestellte Kapelle, die man füreine ehemahlige Moschee hält, mit ihrem besonderen kleinen Vor-hofe. — Ziemlich vollständig sind dagegen die ostwärts beloge-nen Theile erhalten, wo sich, wie es scheint, die königlichenWohnräume befanden. Ihre künstlerische Ausstattung fällt indie zweite Hälfte des Jahrh underts. Sie gruppiren sich um einenHof, welcher sich auf der südlichen Hälfte, von West nach Ost,
1 Angeblich nach dem Namen des Erbauers. Es werden jedoch auch andereAbleitungen der Benennung gegeben.