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mit achteckigen Pfeilern, an deren Ecken Doppelstäbe und anderen vorderer und hinterer Seite kräftige Säulendienste vortreten,zugleich mit eigenthiimlicher, sehr wirksamer Anordnung der
inneren Wandseiten. Hier tre-ten nemlich die Strebepfeilermässigin das Innere vor, schlichtgegliedert und ebenfalls mitdem Säulendienste besetzt,oberwärts zur kräftigen Nischezusammengewölbt, in derenEinschluss das Fenster liegt,während unterwärts ein Arka-dengang eingebaut ist.
Jüngere Hallenkirchen des-selben Districts, dem Verlauf des 14. Jahrhunderts angehörigund in das folgende hinüberreichend, haben einfach achteckigePfeiler, verschiedenartige Chorschlüsse, mehrfach eine unmittel-bare, grossartig wirkende Verbindung der Thurmhalle mit demMittelschiff' (in dessen ganzer Höhe) und zum Theil, in den Waud-gliederungen, ein Spiel weich quellender Profile, auch sonstmancherlei bemerkenswerthes Detail.: Als solche -sind zunächstzu nennen: die B art h ol o in äus k ir cli e zu Demmin , bei derein jedes Schilf dreiseitig schliesst, die Petrikirche zu Trep-tow an d er'-Tollen se, mit dreiseitigem Chorumganwe , dieNikolaikirche zu Anclam, wieder mit beaonderm Schlüsselür jedes Schiff, die der Seitenschiffe jedoch schrägliegend und
Profil der Wandpfeiler in der Marienkirche zuFasewalk. (F. K.)
Profil der Dienste und Wandnischen in der Nicolaikirche zu Anclam. (F. K.)
über die 'Seitenfluchten vortretend. 1 Diese Gebäude haben ineinzelnen Theilen jene weich quellende Profilirung, besondersan den Gurtträgern, welche an den Wänden vortreten. Hier
1 Vergl. Kallenbach, Chronologie, T. 59 (3).