Kap. VII. Malerei und Stucchirung des Innern. •
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entworfen entweder von Falconetto oder von Iacopo Sansovino ; 1- Falconetto’s Schwiegersohn, llartol. Itidolfi von Verona , galtin der Folge als der trefflichste Stuccodecorator dieser Gegenden.Die Stelle aus Lomazzo über andere oberitalienische Decoratoren§. 137.
Das mächtige cassettirte Tonnengewölbe der Sala regia des Vati ca ns (§. 101) mit Wappen und Genien beinahe inFreisculptur; ein für diese Stelle und für die sich schon neigendeKunstzeit sehr schön gedachtes Werk des Perino und des Daniele da Volterra (dessen sonstige decorative Arbeiten, Vasari XII , p.85 bis 92, wohl alle zu Grunde gegangen sind.)
Ueber einzelne sehr schöne Motive in farblosem Stucco vonBaldassar Peruzzi weiss der Verfasser keine nähere Auskunft zugeben. (Titelblatt von Gruners Decorations etc.)
Vorzüglich schön, obwohl nicht mehr ganz rein im Styl, dieweissen Stuecaturen in der hintern untern Halle und am Treppen-hause des Conservatorenpalastes auf dem Capitol. Sieentstanden vermuthlieh noch unter Aufsicht Michelangelo’s , welcherauch für S. Peter das Hauptmotiv der vergoldeten Gewülbe-cassettirung muss angegeben haben, obwohl er sonst das Detailder Zierformen nicht liebte (§. 137) und seine Gewölbemalereiin der Sixtinischen Capelle davon gänzlich frei hielt. Ein vor-zügliches Ensemble die Capelle der Cancelleria zu Rom .An den Wänden unten geringe Malereien in schön gegliedertenRahmen; dann über einem reichen Consolengesims grosse Halb-kreisbilder in zierlichen Rahmen; endlich die elegante, reich ge-theilte Gewölbedecke mit weissen Stuckfiguren auf Goldgrund,dazwischen vier kleine Bilder, Wappen und Embleme mit spar-samer Anwendung weniger Farbentöne. (Fig. 155 und 15G.)
Einzelne noch gute Stuccaturarabesken an den Wänden desHofes in der Vigna di Papa Giulio.
§. 178.
Spätere Decorationsmalerei und Stuccatur.
Als eine Aufgabe des feinsten Taktes und einer eigenthümlichglücklichen Phantasie musste diese Decorationsweise merklichleiden, sobald sie bloss Gegenstand des Luxus und Sache vonKünstlern wurde, welche nicht mehr das zum Ort und zur Gestaltdes Raues Passende zu erfinden vermochten, schnell arbeitetenund dem Geschmack pompsüchtiger Besteller dienten.
Im Dogenpalast zu Venedig die Scala d’oro, hauptsächlichvon Battista Franco unter Leitung des Jacopo Sansovino 1538,
1 Vasari IX, p. 208 und Nota, v. di Fra Giocondo.
Kugler, Gesell, d. Baukunst. IV.
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