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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
Entstehung
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58
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Das Wefen des Flüffigen befieht aber in dem Ent-falten der. Innerlichkeit gegebener Mallen, und hie-durch erhält der Berührungsaht zweier Subftanzen,yon denen die eine wenigftens gegen die andere mitdem Werthe des Flüfligen erfcheint, erft diejenige Be-deutung , welche in dem durch diele Berührung gefetz-ten chemifchen Procelfe für unfere Wahrnehmung zurErfcheinung kommt; denn fofern die Malle geformtund rigide erfcheint, d. li. fofern die Cohälion (dasformende Princip) als vorzüglich emporgehoben waltet,in fo weit ftellt die Malfe ihre AuJJenjeite dar, und be-hauptet dxefelbe fo lange mit Beharrlichkeit, bis fie zurentgegengefetzten Tkätigkeitsrichtung aujgej orifertwird. Diefe Aufforderung an eirfe gegebene rigide(d. i. geformte) Malfe, ihre Starrheit, durch innere Be-wegung zur Fliifligkeit, zu überwinden, d. h. alsFlüfliges zu erfcheinen, kann vorzüglich auf zweifacheWeife realilirt werden: einmal indem eine gegebene ri-gide^ Subjianz erhitzt wird , d. h. mit - Dingen in Berüli-

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rung gebracht wird, die bereits eine möglichft hoheStufe in der Bewegung öder ThätigkeitsauiTerung zumLichte als Form der entfehiedenen Freiheit der Materie,oder desjenigen Standpunktes, wo die Materie' ihreehemalige Aulfenfeite total verläugnet und ihr Inneresgänzlich offenbart hat; ein Zuftand, der die'Materieauf eine Weife erblicken lallen würde , WO fie als reinideel, als von aller Subftanzialität befreiet erfcheint,der, aber bei allem irdifchen in FI in licht der Erreichung> als

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