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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
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erhöhte Temperatur (Erhitzung), welcher das Queck-filberoxyd ausgefetzt wird, erregt die lebhaftere Tliätig-keitsäußerung des Queckfilbers und der WalTerfäure (Sauer-die im rothen Oxyde durch ihre Verbindung gegen-fettig fafi ganz erfchöpft waren, und die Behauptung ihrerffefondernheit durch das Dafeyn des durch ihre Vereinigunggewordenen Produktes (des rothen Oxydes) faß ganz^erlohren hatten. Das ehemalige Streben nach Expanfion,Welches die WalTerfäure vor ihrer Verbindung mit ‘demQuecklilber in der Gasform behauptete , wird wieder thäti-ger t un d kommt endlich in der Trennung von dem Queck-silber zur V ollendung — fie erfcheint wieder als Gas.

Schreger a. a. O. S. aoR—an.

5) Bei der Verfliichti gun g . Durch die Darltellung des dampf-förmig Flülhgen (§. 8.) haben wir bereits den, dem Aus-drucke „ Verflüchtigung ,, zu Grunde liegenden Begriff er-kannt ; fie findet entweder partiell oder total und freiwilligoder durch äußere Erhitzung fiatt; nur die partielle wirdgewöhnlich bei wirklicher Ausführung derfelben beabfich-tigt, und z\var bei Subftanzen , die bei erhöhter Tempera-tur in (ich felbft zur Theiiung kommen (auf ähnlicheWeife wie bei der Produktion des rothen Quecklilberoxyd’s,)indem dev eine expaniionsfähigere Theil als Dampf oderDürft entweicht. Sieht mau hiebei hauptlächlich auf daäZtivüekbleibende (liiickjtanj) , fo nennt nun die Operationdas -dbdampfen (Evaporatio ), und in diefem Falle Warder verflüchtigte Theil als bloßes Vehikel bei der rfickfiän-digen Subfianz vorhanden (z. B. Waßer bei Pilanzeafälten,nimmt diefes Vehikel aber andere flüchtige Subfianzen mitfort., fo nennt man dieles die liiitverßächtigung), Welchedurch vermehrte Hitze, Bewirkung des häufigeren Austrittsder entstandenen Dämpfe und Verminderung des eigenenDrucks der Fliilligkcit (durch Vergrößerung ihrer Oberflä-che und häufiges Bewegen mittelfi Clmrührung) befördert

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