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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
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116
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iti dem Contakte begriffen wird, infofern wird nebenjenem reinen Erliebungs - ProceJTe des Anorganifchenzum Organifcben zugleich chemifche Verfchiedenartig-keit rege, und eben dadurch gleichzeitig chemifcherProcefs gefetzt. Noch deutlicher kommt diefer zurAusfprache, wenn das differente Waffer für fich' (alsreinftes Anorganifches) ein gegebenes Orgdnifches be-rührt. Die Quantität des einen oder andern- entfchei-'det hier über den Karakter des werdenden Proceifes;reicht das Organifche, auf diele Weife mächtiger ge-fetzt, hin das Anorganifclre ganz zu überwinden, fobeginnt es den Afftmilationsprocefs, und fteigert fo dasWaffer, indem es daffelbe in fich aufnimmt, zur orga-nifchen Subftanz, ilft hingegen das differente Wafferwährend der Berührung das quantitativ überwiegende,fo wird das Organifche mehr oder weniger zum Wer-the des Waffers hinabgezogen, und ftellt lieh dann ge-wöhnlich zuerff in Formen dar, die feiner vorigen We-fenheit zum -Theil noch entfprechen (dahin gehörenalle mittelft des Waffers, der Luft oder anderen Flüf-ligkeiten aus Pflanzen und Tfiieren gefcliiedenen foge-nannten Edukte — Pjla/izeußojje — thierifche Stoffe,(man vergl. den vorigen ß.) und diefes dadurch bezeu-'gen, ,dafs fie durch kräftige Anregung von aulfeh, ganzaus lieh felbft, fich wieder-zum organitchen Ganzenerheben können, wieder zur Pflanze werden *).

So

*) Ilieher gehört Prieftlcy'.s grüne Materie , Schimmel u. m.dgl.; etßere entfieht (wider die bisherige Behauptung) nurdann aus dem, der Licht - Einwirkung au9gefetztem Walter,

wenn