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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
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tintreten, ein Fall , den man bei den melften Subßanzenbemerkt hat. — Nach JVcd°wooä (a. a. O.) verhiel-ten

fchwefelfauren Talks; fowie auch durch Vermifcliung reitgegohrnen und geiftigen Flüfligkeiten, kam aber wiederzum Vorfchein, wenn man die Flüfsigkeit mit Waller ver-dünnte. “

Feuchtes faules Holz — defTen Leuchten fclion Plinius kannte — die im gleichen Zufiatide lieh befindenden ppur-zeln der Valeriana off des Solanum tuberof, ( Kartoffeln ),der Tormentilla reptans , die faulende Subßanz des Tinten -wurms (Sepia officin.), die Fifchaugen und die phosphores •cirenden Medufen find fämmllich nebft vielen anderen alsleuchtende Subiianzen bekannt, und ihr Leuchten fcheir.t'theils rein elektrifchen Urfprungs zu feyn, theils dem Ver*brennungsproceffe zuzufallen. Beide Procelle vereint, undzwar fo, dafs die rein elektrifehe Ausgleichung prädominirt,durch fehr lebhafte Leuchtung lieh bezeichnend, fcheint ge-geben zu feyn, bei dem CantonJchen, JVIarggraffchen, Bai-duinifcheu und Hombergijchen Phosphor oder JLeuchtflein,rind.bei dem bononifchen Steine; von denen der erßere, vonCanlon 1764 entdeckt, Schwefelkalk, der zweite diefelbeSubßanz oder Schwefelbaryt, der dritte falpeterfaurer Kalk.der vierte fahgejäuerter gefchmolzener Kalk , und derletrtero von l incenzo , C ajeariolo aus Bologna 1639 erd>deckt — geglühter IloIogEiefeilpath oder Schwefelbaryt ift,von denen die fchwefellialtigcn vielleicht fämmtlich etwasYVallerfloflr enthalten. Sie leuchten im Dunkeln, wenn fieentweder zuvor dem Lichte anderer leuchtender Körperausgefetzt, oder fiatt dcffelt (nach Marggraf) fiark erhitztwurden, und behalten diefe Befcliaffenheit lange Zeit hin-durch in hermetifch yerfchloffeneu (d, i, zugefchmolzenen)Glasröhren, bei gänzlicher Entfernung der atmosphärifchen

Luft,