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sie dic Kirche zu Obstalden besucht, zu welcher ein steiler Weg hinan-führt; und auch jetzt noch sind die Mühlchorncr Kirchgcnossen von Ob-stalden , haben Theil am bärtige» Kirchcngnte und können den Pfarrerbort wählen helfen, da ihnen der AnSkauf aus der Kirche zu Obstal-den nicht gestattet worden war. Es zeichnen sich dic Bewohner Mühle-horuS und Mühlethals durch vielen Gcwerbsfleiß aus; es wird hierviel auswärtiger Handel, namentlich Holzhandel getrieben, und Einzelnehaben demselben ein beträchtliches Vermögen zu verdanken. Im Jahre1837 gab es hier auch tl) Schiffleute. Die übrige Bevölkerung be-schäftigt sich mit Handwerken, Handwcberei und Viehzucht. Mit Be-zug auf die GemcindSgüter gehört Mühlchorn zur Gcnossame Obstal-dc», besitzt aber auch eigene Liegenschaften für sich.
Mühlcthal, kleines Dorf iin Wahltagwen Kcrcnzen, am Wa-lensec, nur eine Viertelstunde von Mühlehorn gelegen, aber nach Ob-stalden kirchgcnössig. Dürftig und beschränkt ist der Raum zwischendem See und den schroff emporsteigenden Felsen, auf welchem dasDörfchen steht, und ein Vierteljahr lang sieht es die Sonne nicht;dessenungeachtet haben dic gewcrbsstcißigen und zum Theile wohlha-benden Bewohner nicht nur Gerbereien und Mühlen, sondern auchanmuthige Gärtchen hier angelegt. Günstig liegt der Ort für dieFischerei im See. Von hier führt der im Jahre 1842 erbaute ro-mantische Fußweg dem Secgestade entlang znr Biäsche und nach Mollis .
Mürtsehenstoek, kahle Felsenmasse südlich von Kcrenzcn, diein ihrem obersten Theile in 3 Hanptfelsenhörncr anslänft, welche aberwieder vielfach zcrzackt sind. Er ist ringsum von hohen Felscnwändenumgeben, welche sehr steil abfallen, so daß er nicht bestiegen werdenkann. Eine der Gebirgszacken des Mürtschen ist durchbrochen, undman sieht vom Walensee aus durch dieses Loch den blauen Himmel.
Mullcrnberge. S. Mollis.
Mnßalp. S. Nicdcrurnerschwändialp.
Muttalp. S. Linimernalp.
Muttcnberge heißen die Bergabhänge an der rechten Seitedes LimmcrnbodenS.
Mnttenberg. S. Nädertcnstock.
N.
Näfels, katholischesPfarrdorfund Wahltagwen von 1847 Seelen,in einer fruchtbaren Ebene an der Ranti gelegen, welche aus dengrasrcichen Alpcnthälcrn des Ober- und Niedersec'S über einen steilenBergabhang milchweiß hcrnnterströmt. Daß der Name des Orts ausdem lateinischen »iVnvale» oder »>->v->Ii.->- abzuleiten sei, wird theilsdurch die Schiffsschnäbcl, welche sich in dem alten GemeindSwappcnvorfanden, theils durch dic alte Schreibart „NänelS" oder „Nävels''wahrscheinlich gemacht: es würde daraus folge», daß in der ältestenZeit dic Linth bis dahin schiffbar war, und daß schon die Römer hier eineNiederlassung hatten, welches letztere durch die im Jahre 1828 und seitherwiederholt gefundenen Münzen bestätigt wird. In der scckingischen Zeit,wo zwei Tagwcn Ober- »nd Nicdcrnävcls genannt werden, scheint derOrt schon ziemlich bevölkert gewesen zn sein, und bis znin Jahre 1419