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liche Größe von mehrern Zollen. Auch krystallinische, vollkommentheilbare Massen finden sich zuweilen auf besondern Räumen,welche sie ganz ausfüllen; diese, so wie die Krystalle, werdengewöhnlich Fraueneis genannt. Sie sind theils durchsichtig,theils nur durchscheinend; nur in unreinem Zustande haben siegeringe Durchsichtigkeitsgrade; am häufigsten sind sie reinweißoder ungefärbt und graulichweiß; außerdem finden sich graue,gelbe und bräunliche Abänderungen. Wenn die Krystalle undtheilbaren Massen, welche Farbenverschiedenheiten auch bei demals Gebirgsmaffen vorkommenden Gypse sich wiederfinden undbisweilen in einem bunten Gemenge zeigen, nicht vollkommendurchsichtig sind, so besitzen sie auf den vollkommenen Theilungs-flächen und den diesen entsprechenden Krystallflächen oft aus-gezeichneten Perlmutterglanz; sonst aber sind sie auf allen Flächenglasglänzend. Nicht selten finden sich vom Gypse plattenförmigeGestalten, bisweilen von ziemlicher Stärke, welche aus oft sehrzarten, parallel verbundenen Fasern bestehen; auch diese habenPerlmutter- oder Seidenglanz , sie besitzen große Ähnlichkeit mitsaftigem Kalksteine und dem oben erwähnten Atlasspathe (§. 122),sind aber viel weicher. Die Härte des krystallisirten Gypses istübrigens etwas ungleich; am geringsten ist sie auf den voll-kommenen Theilungsflächen, welche sich sehr leicht mit dem Finger-nagel ritzen lassen. Das eigenthümliche Gewicht ist 2,3.
§. 12s.
Der chemischen Constitution nach ist der Gyps wasserhal-tender schwefelsaurer Kalk, bestehend aus33,0Kalk, 46,0 Schwefel-säure und 21,0 Wasser. Er ist im Wasser in geringer Mengeauflöslich (1 Pfund Gyps braucht 400 Pfund Wasser zur Auf-lösung); in gelindem Feuer verliert er das Wasser, er wird zugebranntem Gyps; in starkem Feuer schmilzt er zu einer schmelz-artigen Masse, welche aber bald nach dem Erkalten zu Staubzerfällt. Der Zerstörung unterliegt der als Felsmasse vorkommendeGyps nur insofern, als das Wasser auf ihn einwirkt; ist eraber zerrieben, so wird er von der Atmosphäre zersetzt, wobeijedoch Wasser mitwirken muß. Die Abänderungen des Gypses,welche außerhalb des Gypsgebirges vorkommen, sind secundäre,noch gegenwärtig sich erzeugende Bildungen (S. §. 68).