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Regen und Thaufluthen hinweggewaschen werden; in den obernStellen und den Niederungen zwischen den Hügeln, so wie anden untern Theilen der Berggehänge ist der abgewaschene Granit-boden zu größerer Tiefe angehäuft, und an solchen Orten zeigter sich auch von ziemlicher Fruchtbarkeit, weil seine zarten undauch die auflöslichen Theile nicht so leicht weiter fortgeführtwerden. Sonst ist er in der Regel von minderer Fruchtbarkeitund vorherrschend mager. Als Untergrund zeigt sich der Gra-nit, wenn seine Felsmassen noch in ihrem ursprünglichen Zu-sammenhange sind, nicht durchtastend; daher bilden sich in ebenenGegenden, wo die Wässer keinen Abfluß haben, leicht Sümpfeauf ihm, und oft ist er daher auch an solchen Stellen mit Torf-bildung bedeckt. Gehänge aber, welche mit Granittrümmernbedeckt sind, verhalten sich anders, da die Gewässer zwischen demlosen Gestein leicht einen Abfluß finden. Dergleichen Unter-grund eignet sich selten zu Feldbau, wohl aber für Wald, wenndie Trümmer mit Dammerde bedeckt und die Zwischenräumedamit ausgefüllt sind, in welchem Falle sie dann auch Bäumenmit Pfahlwurzeln zum Standorte dienen.
§. 162 .
Der Granit ist im frischen Zustande ein sehr hartes, mehrsprödes als zähes Gestein; doch hängt diese Eigenschaft von derGröße der Gemengtheile ab, und die Zähigkeit nimmt zu mitder Abnahme der Größe derselben; die feinkörnigen Granite sinddaher am schwersten zu zersprengen. Als Material für Bau-werke und Steinmetzarbeiten gehört der Granit unter die vorzüg-lichen; denn obwohl seine Bearbeitung durch den Meißel, beson-ders in ganz frischem Zustande, schwierig ist, so lassen sich dochseine Massen mittels geschickter Anwendung von Keilen leicht inQuadern und Platten mit ziemlich ebenen Flächen zersetzen. ZurGewinnung von kleinern - Quadern und Platten zu Straßen-pflaster und zu Trottoirs reicht gewöhnlich das Verzeichnen derRichtung durch eine Schramme, welche mit der scharfen Kanteeines großen Fäustels gemacht wird, und dann ein Schlag miteinem schweren Hammer auf die entgegengesetzte Seite hin. KeinGebirgsgestein liefert so große Massen wie der Granit; daherwird er vorzugsweise zu kolossalen Monumenten (wie die Obe-