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Wien. — Eine Madonna mit Heiligen in der Stuttgarter 25.Sammlung. — Eine schöne heil. Familie, mit einem das 26.Kind anbetenden jungen Hirten, befindet sich im Louvre.
Auf ähnliche Weise, wie Palma , bildete sich ein etwasälterer Künstler, Rocco Marconi aus, von dem man inVenedig sehr anziehende Bilder sieht. Die Farbe erreichtbei ihm eine Transparenz und Gluth, wie selbst bei Gior-gione selten; dabei verfällt er jedoch in’s Bunte und ist inAnordnung und Charakteren insgemein nicht bedeutend.Noch zur ältern Richtung hinneigend ist ein Altarbild, 27 .Christus zwischen zwei Heiligen, in S. Giovanni e Paolo;zwei Darstellungen der Ehebrecherin vor Christo, in der 28.Akademie und im Pallast Manffini, sind überfüllt und im 29.Ausdruck schwach; auch ein Christus zwischen zwei Apo- 30 .stein, in der Akademie ist nur in der Farbe bedeutend;dafür hat der Künstler in einer grossen Kreuzabnahme (inderselben Sammlung) all seinen Reichthum und eine Fülledes schönsten, rührendsten Ausdruckes entwickelt.
Erinnerungen an die mehr alterthümliche Weise derSchule, und obgleich in schöner Technik, doch ohne dievenetianische Farbengluth ausgeführt, enthalten auch dieWerke noch einiger andren Meister, namentlich des LorenzoLuzzo da Feltre und des Gio. Paolo l’Olmo, vondenen u. a. ein Paar gute Bilder im Berliner Museum be- 3 i.findlich sind.
Noch muss ich hier einen Künstler anführen, den Lo-renzo Lotto , der ursprünglich Schüler des Bellini warund dem Giorgione nachstrebte, jedoch zugleich als einNachahmer des Leonardo da Vinci genannt wird. Dieseverschiedenen Richtungen treten in den verschiedenen Bil-dern des Künstlers hervor. So ist in den Studj zu Neapel ein treffliches Gemälde, welches mit seinem Namen bezeich- 32.net ist und sich ganz der Schule des Bellini anschliesst,andre (z. B. in der Galerie Pitti zu Florenz ) sind mehr 33 .mailändisch, noch andre im Style der neueren venetianischenMalerei. — In letzterer Art sind mehrere Bilder zu Vene-
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