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1 (1849) Die Giebelgruppen und andre griechische Gruppen und Statuen / erklärt von F.G. Welcker
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Einleitung.

letzteren Fall kein Grund die Giebel anders denn als Korin-thische Erfindung zu betrachten; die Giebel sagt Plinius in-dem er die Figuren in den Giebeln versteht, eben so wiewir bei Pindars zwiefachem Adler nur sie, die Ausschmü-ckung der Giebel, nicht die Form derselben an sich uns ge-dacht haben. Pindar könnte demnach leicht an den Dibuta-des gedacht haben. Zur Zeit des Demaratos (Ol. 29) mögendie Thonfiguren in den Giebeln schon in grosser Uebung undvon nicht verächtlicher Beschaffenheit gewesen seyn, da dievon Bupalos nicht viel über ein Jahrhundert später (Ol. 60)in Chios in Marmor gearbeiteten Statuen, das mit Sicherheitzu nennende älteste Beispiel von solchen Giebelstatuen, nachBorn geführt zu werden verdienten, und da die Gruppen vonAegina , die von keinem Schriftsteller genannt werden, dieältesten die bis jetzt aus dem Schoose der Erde hervorge-zogen wurden und wahrscheinlich ungefähr derselben Zeitangehören, über die in einer gewissen Richtung bereits er-worbene hohe Meisterschaft ein Urtheil gestatten. In Etrurien verbreitete sich mit der Tuscanischen Bauart die Thonbildnereiin grösserem Umfang als wir sie sonst irgendwo ausgeübtkennen. In Thon arbeiteten auch Damophilos und Gorgasos,berühmte Griechische Plasten und zugleich Maler, für denTempel der Ceres am Circus Maximus in Rom Ol. 71 (493v. Chr.), drei Jahre vor der Schlacht von Marathon, derenStatuen bei einer Reparatur des Tempels zerstreut wurden.Vor diesem Tempel war nach dem Zeugniss des M. Varrobei Plinius (35, 45) Alles in den Tempeln Tuscanisch ge-wesen, so wie auch noch zur Zeit des Plinius in Rom undin den Municipien viele Giebel von wunderbarer Kunst undDauerhaftigkeit (der Thonfiguren der Giebelaufsätze) erhaltenwaren (35, 46).

Ob der Anfang die Giebel mit Bildern zu schmücken mitReliefen gemacht worden sey, deren Stelle nachher Statueneingenommen haben, lässt sich nicht sagen. Reliefe hatten dieStirnziegel und dass das Relief nicht schlechthin früher undleichter zu denken sey als Rundbilder, kommt hier nicht in Be-