Laukoon.
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ausnahmsweise und selten geschehen konnte 2 ), lässt zwei-feln, ob Plinius nicht zugleich noch durch eine gesuchte,fehlerhafte, ihm ebenfalls eigne Kürze die drei Künstlerpaarescheinbar zu Zeitgenossen der Kaiser macht (als welche sieauch in Müllers Handbuch §. 197 und in Silligs Catal. artif.auftreten, da sie es eigentlich nicht waren noch seyn soll-ten. Denn es könnten die Worte bei ihm allerdings auchbedeuten, dass jene sechs Künstler, die sonst unbekannt sind,je zwei zusammen die trefflichen Werke machten, welchejetzt den Palast der Cäsarn erfüllten, ohne dass sie zu ihrerZeit diess ahnen konnten; dass sie die Werke machten, diegleichsam dazu bestimmt waren oder welche die hohe Aus-zeichnung erhielten, den Palast der Cäsarn zu schmücken.Hierauf ist auch Visconti selbst verfallen. Er sagt: „Umnicht die Wahrheit zu verhehlen, was Plinius von den Künst-lern sagt, Palatinas domos Caesarum replevere probatissimissignis, könnte glauben machen, dass er sie nicht früher alsdas Römische Kaiserreich hielt. Dieser Folgerung, welcherindessen von Niemanden widersprochen worden, scheint mirnicht sehr bündig attendu la Yariete et la recherche quePline a affeclö dans ses phrases.“ Die Worte vom Laokoon,opus omnibus praeponendum, gehn gewiss nicht auf die Werkeim Palast: auch die Wiederholung im Lob summi artificeslässt diese Einschränkung nicht vermuthen. Wie die Stellenach dem Zusammenhänge mit dem Vorhergehenden die Zeit-bestimmung, die aus der Verknüpfung mit dem Folgendenabgeleitet wird, durchaus nicht enthalten könne, hat Zumptin den Berliner Jahrbüchern 1833 II S. 85 — 89 treffendgezeigt. Er prüft dort die Bemerkungen Gerhards über dieZeit des Laokoon und die Kunst der früheren Kaiserzeiten(in der Beschr. der Stadt Rom I, 291 — 96), welcher dasbesonders von Thiersch auf die Worte des Plinius, nach de-
2) Auch darum würde es sehr auffallend seyn wenn man zu ver-binden halle, für das Haus des Tilus wie für das der Cäsarn ver-banden sich Künstler zu gemeinschaftlicher Arbeit.