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1 (1849) Die Giebelgruppen und andre griechische Gruppen und Statuen / erklärt von F.G. Welcker
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Sophokles .

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Hiervon ist in den Monumenten des archäologischen Instituts(IV, 28) ein Facsimile beigefügt, obgleich bei der Rauhheit derArbeit der physiognomische Ausdruck völlig untergegangen ist -Die Erscheinung dieses Fussbodens ist zu merkwür-dig um nicht auch über das Ganze und die unerwarteteZusammensetzung der Gesellschaft, in welcher sich dort So-phokles befindet, im Vorbeigehn ein Wort zu sagen. Dio-genes (AIO ry NI IC), nach seinem gewöhnlichen Bild,nimmt als Hauptperson für den Künstler oder den welcherdie Arbeit angeordnet hatte, den Mittelpunkt ein, der voneinem Sechseck umschlossen ist; und in sechs andern Sechs-ecken auf beiden Seiten waren eben so viele Köpfe, wovondrei zerstört sind, wenn nicht der eine ehmals absichtlichherausgehoben worden ist, und drei durch die Inschrift be-zeichnet sind als Chilon, Kleobulos und Sokrates (-QTA.-,. QOBOTyiOC, CwKPATITC, der letztgenannte nicht mitdem silensartigen Bild übereinstimmend. Von einem ähnli-chen Fussboden scheint das in Verona befindliche, in Rom auf dem Aventin gefundene Fragment mit einem Kopf, derdurch die Beischrift TNCV&r CATTON als Chilon kennt-lich ist, herzurühren 9 ): und eine Gesellschaft auch geradevon sieben Personen oder Gelehrten, obgleich in einer vondem Cölner Mosaik durchaus verschiedenen Composition, ent-hält das von Sarsina bei Winckelmann Taf. 185. Es sinddiess wahrscheinlich sieben Aerzte, die über die Prognostikaeiner Krankheit rathschlagen nach dem Stande der Planetenund Thierzeichen zur Zeit der Erkrankung (cöpre xarax)./-aem ) 10 ). Zwei andre Sitzungen von je sieben Aerzten mitihren Namen, die in dem Dioskorides der kaiserlichen Bi-bliothek zu Wien aus dem fünften Jahrhundert gemalt sind,möchten, nach der Einfassung der beiden Vierecke zu ur-

9) Genauer als in dem Mon. ined. tav. 165 bei Visconti Iconogr.Gr. tav. 11,

10) Diess ist die Vermutbung des Grafen Laborde iVlosaifjue dl-talique p. 91, die sieb auf mehrere sprechende und von Winckel-mann wohl bemerLte Anzeichen im Bilde selbst gründet.