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I, 12, in den Münzen sein Haupt mit einem Band umschlun-gen: aber diess erforderte das lange Haar und scheint vondem Gebrauch der Epheben entlehnt]. Hr. Lenormant erklärtdas vermeintliche Diadem des Sophokles ganz sinnreich vonlitterärischem Königthum, indem dieser wie Homer , Archilo-chus, Pindar , welche mit ihm von Cicero als die Ersten ih-rer Klasse zusammengestellt werden, der König der seinigen,der Tragödie sey 25 ). Hierbei aber wird, abgesehn davondass Tänia und Diadem verschiedene Dinge sind, eine litte—rarhistorische Anordnung und Uebersiclit vorausgesetzt, wo-nach die Künstler sich, wenn sie einem Dichter die Täniagaben, gerichtet hätten, die theils bei ihnen nicht vorauszu-setzen ist, theils auch sich erst später als von dieser TäniaGebrauch gemacht worden ist äusserlich festgestellt hat. Aufden Homer musste natürlich die Tänia übergetragen werdenso bald irgend andere Dichter sie trugen, da er anerkanntalle ohne Ausnahme übertraf und auch zu seiner Zeit allebesiegt hatte. Aber dem Archilochus ist sie in der Doppel-büste im Vatican, die ihn mit Homer verbindet , nicht gege-ben. Pindar hatte sie in der von Pausanias erwähnten Erz-statue, die ihm die Athener setzten, weil die Theber ihnwegen des grossen Lobes, das er in einem zu Athen auf-geführten Dithyramb der Stadt ausgesprochen, gestraft hat-ten 26 ). In diesem Dithyramb halte Pindar ohne Zweifel ge-siegt und ist daher vermulhlich auch mit Bezug auf diesenSieg mit der Tänia abgebildet worden 27 ). [Im Solon zu
25) Annali XIIT p. 312. Cic. de Or3t. I, 4: in poetis non Homerosoli locus est, aut Archilocho, aut Sophocli, aut Pindaro.
2fi) Aeschines Epist. 4. xul r}v uvttj (// (ixwv yaXxfj) xai (1$ 7/ndq*ti 7iQo t rjq ßaoiXfiov orou<; t xa&/jfttvo<; Ivöv/xaxi xui XvQft o TTivdaqoqydiuöqua l'/otv xai ini toix yovuzojv dvuXiynhov ßißXiov. Wäre derBrief acht, so läsen wir gewiss nicht den uneigenllichen und fremd-artigen Ausdruck Stddrjßa. Das aufgescblagcne Buch finden wirauch in mehreren Bildern des Sophokles . Auch die Statue des Ste-sichorus hatte es nach den Münzen van Ilimcra.
27) Nach einem Epigramm des Simonidcs wurden die Sänger der