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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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VII
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samkeit und die darauf gerichtete Theilnahme sieh nichterhalten und vermehrt zu haben. Diess ist sehr be-eilter für die alterthümlichst keusche Verschlossenheit bis zuder frivolest aufgeschlossenen Blume des Lehens gleich em-pfänglichen Vorstellung, das ganze Fach wohl ausgerüsteterst eigentlich einführte in die Alterthumskuude. Nicht diekenntniss und Bearbeitung der gemeinen Griechischen Fabelallein und der spätem Dionysischen Religion insbesondre, son-dern selbst die ganze Kunstgeschichte erwarten von hier auseine neue Nahrungsquelle. Barthelemy in seiner Reise durchItalien erwähnt die Bemerkung des Grafen Caylus dass dieGriechen die Malerei, indem sie sie (allein) zur Ausschmückungder Tempel, Vorhallen und Gräber verwendeten, weniger alsdie andern Künste cultivirten. Pausanias nennt nur 15 Malerund 169 Bildhauer. Aber man hüte sich aus solchen Bemer-kungen zu folgern dass die Maler w'enig Malersinn in Grie-chenland gehabt hätten. Ihre Malerei ist mit Strahlen ihrerGlorie durch die Vasen zu uns gedrungen und wenn dieWandmalereien meist sich der Sculptur annähern so findetmau auf den Vasen Ein - und Anklänge mit dem alten Floren-tiner Malergeiste, Zartheit, seelenvolle Grazie, leichtschwe-bende Coniposition, unübertreffliche Zeichnung, in einem frem-den Stil zum Theil, worin mancher feine Reiz der Kunstund des Lebens durch sie ausgedrückt ist, und eine reicheStufenleiter der Kunstbildung (neben der der Sculptur undgemeinschaftlich mit ihr zu verfolgen), von dem alten Frem-den, Unbelebten, Skizzenhaften in der Zeichnung, das für dieoberflächliche Ansicht wenig, für den künstlerischen Sinn ofttief anziehend ist, bis zur schönsten Blütbe der Gestalt, inwelche letzte Periode ein grosser Theil des gesummten Vor-raths Zusammentreffen wird. Richtet sich die Aufmerksam-keit mehr auf die malerische Coniposition, so wird zugleichaus den Schriftstellern das die Malerei Betreffende mehr be-rücksichtigt und verstanden werden. Was die Gegenstände