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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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IX
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foen sich ohne alle Verabredung von zu vielen Orlenher als dass sofort die zweckmassigste Auswahl und

Örtliche der Gegenstände, z. B. die Atlienisclie Fabel, diehöchst selten in Basreliefen ist, kommt sehr häufig und inausgesuchten Vorstellungen auf den Vasen vor, auch zeigendie vielen Scherben die alle Reisenden von Athen mitbringen,dass dort viele Fabriken gewesen seyn müssen. Was dieseletzten betrifft, so bat d'Hancarville Verdienst um ihre Auf-suchung ; nur dass er daneben abentbeuerlichc Perioden derFabrication aufstellt. Die ganze äussere Geschichte hat ihregrossen Schwierigkeiten. Aber es ist Zeit, dass wir uns zumWerke wenden. Lanzis grosse Verdienste um die altitali-schen Sprachen und die Vindicirung des Griechischen Namensfür einen grossen Theil der Kunstwerke berechtigen zu Er-wartungen. Diese erfüllt das Buch nicht ganz. Ein grosserTheil desselben scheint aus früher zusammengetragenen No-tizen zu bestehen, die eine merkwürdige, in der dritten Ab-handlung beschriebene Vase wieder vorzunehincn vcranlasste.Der Gegenstand war indessen jener Zeit entwachsen. Neuesund Geistvolles darf man nicht viel suchen, aber viel Richtigesund Brauchbares; worunter freilich auch viel sehr bekanntist. Dazu kommt nun eine gewisse Weitschweifigkeit, ver-schieden noch von der breiteren, sich gefällig zu machensuchenden Darstellung der Italiener überhaupt, die ihrenGegenstand nicht wagen geradezu hinzuwerfen, wie vieleDeutsche, sondern ihn gleich dem die Waare zustutzendenKaufmann in schmiegsamer, durchgearbeiteter, zierlicher (da-durch meist manierirter) Rede Vorbringen mögen und nochgern die vielen bloss gesellschaftlichen Beziehungen unter-halten, die in Lateinischer Sprache auch uns noch häufigVorkommen. Der Verf. ist nun sehr alt und seine frömmelndeLaune, welche die irdischen und heidnischen Dinge am lieb-sten ganz verwirft, erlaubt ihm freilich wenig freie Erhe-bung mehr und dass er mehr das innere Leben der Gegen-