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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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XI
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angezogen worden seyn durch den Reichthum schönerAnschauungen, den weiten Gedankenkreis in diesen sinn-reichen kunstmythologischen Erfindungen, die geschick-ten und zum Theil so naiven Motive, überhaupt durchdie von den Vasen zu entnehmende Sprache welchezürn Ausdruck der Religionen und der Mythen die Ma-lerei sich erfunden und mit strenger, einfacher undsichrer Methode ausgebildet hat. Denn in der Tliat istdie Kunst die Mythen für das Auge darzustellen nichtweniger als die Idealformen der Götter eine der gröss-ten Erscheinungen Hellenischer Erfindung und Schule.Diese Schule w ürde sogar für die heutige Kunst nochbeachtenswert seyn wenn sie nicht, anstatt sich wiein Rafaels Zeiten in einem beschränkteren Kreise schö-pferisch zu regen, bei der unendlichen Fülle und Ma-nigfalligkeit, dem Überschwauk des Wissens und Schaf-fens, Versuchens und Nachahmens in Rahnen fortgeris-sen würde hinter denen jene noch so geniale, dochkindliche und einfache, unscheinbare Kunst zu weit ab-liegt um sich ihr nicht völlig aus dem Auge zu ver-lieren. Wie richtig die Griechische Malerei eine stummePoesie genannt werde, wird man oft überraschend innebei der Untersuchung dieser Compositionen. Ein Theilder Erklärungen freilich ist gefunden mit dem Monu-ment selbst das eine neue Darstellung enthält; zumTheil aber sind sie selbst auch Funde oder kleine Ent-deckungen, indem neue Gedanken und Wendungen hin-ter Darstellungen und Figuren sich verstecken derenGegenstände nur im Allgemeinen oder auf andre Artbekannt waren.

Ausser den in den Personen und ihrer Haltung