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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Seite
XIII
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Zusammenhang stellen. Übrigens ist die Auslegung sol-cher Bildwerke noch anziehender als die der Dichter;denn auch wenn sie sich unmittelbar auszusprechenscheinen, erfordern sie dennoch überall Übersicht undEinsicht in den künstlerischen Brauch überhaupt umdieses Sinns und der Grenze der Bedeutung sicher zuseyn. Das mythisch oder poetisch und allegorisch We-sentliche, der Kern und Typus und das malerischFreie, Bedeutungslose, Raum und Symmetrie Ausfüllende,das Deutliche und das Unbestimmte oder nicht zu Bestim-mende sind auf diesem Felde nicht immer ganz leichtzu unterscheiden. Zu rasche und ungeprüfte Annahmenkürzen den Weg in das Innerste dieses weiten Kreisesnicht ab: Kritiker und Dilettanten welche die Genauig-keit abstösst, haben schwerlich recht versucht welcherUnterschied sey zwischen gesunden und wurmstichigenFrüchten der Vasenerklärung. Es mag ihnen auch sehrgleichgültig seyn, welche religiöse oder heroisch-poe-tische Vorstellungen von diesem oder jenem Gemäldeabgezogen werden, indem es nicht ihre Aufgabe ist ausvielen unter einander verglichen und verbunden Bei-träge und Erweiterungen zu bereits gesicherten mytho-logischen und andern Erkenntnissen zu gewinnen.

Bestimmte Gründe für die eigenen Erklärungensind nicht nothwendiger als die gegen nicht gebilligtefremde, wenn diese von berühmten, von scharfsinnigenund gelehrten Herausgebern herrühren und nicht einergesunden und wahrscheinlichen Auffassung, wie es vielegiebt, allzusehr entbehren. Gerade die mehrseitige Be-trachtung, die Vergleichung alles Einzelnen nach ver-schiedener Voraussetzung kann am besten zeigen, w ie