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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Seite
XIV
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X.1V

verständig und natürlich, wie bestimmt, wahr und fol-gerecht die Ausdrucksweise der Maler im Allgemeinenwar. Aus diesem Grund habe ich auch die Widerle-gung einiger meiner eignen früheren Erklärungen nichtfür überflüssig gehalten.

Die Anordnung der Vorstellungen ist auch in die-sem Theil durch den Inhalt bestimmt. Zu kunstgeschicht-lichen Bemerkungen zusammenhängenderer und vollstän-digerer Art war der nach und nach zufällig entstandneVerein von Bildern weniger geeignet, zumal da heimanchen der grösseren und schöneren, die nur in voll-kommenster Nachbildung wiederholt werden dürfen, nurauf grössere Vasenwerke verwiesen wurde. Schon jetztHessen sich zwar Auswahlen nach Massgabe des Stylsund der Composition bilden, welche das kunstliebende,aber nicht immer mit allen den vielen und zum Theilzerstreuten Publicationen bekannte Publicum sehr über-raschen und manchen neuen Einblick in die Entwick-lungsstufen verschiedner Zeiten und Sitze der Kunst er-öffnen möchten. Doch wird eine erschöpfende Beur-teilung der Griechischen Malerei so weit sie durchdie Thongefässe uns erhalten ist, ihre Geschichte vonder künstlerischen Seite erfolgreicher erst dann unter-nommen werden wenn im ganzen oder doch einem grö-sseren Umfang sicher bekannt und Vielen geläufig istwas die Maler dieser Gefässe und ihrer Vorbilder dar-stellen wollten, mit wie viel Klugheit zugleich und Phan-tasie sie den gegebenen Stoffen die Zeichnung lange-passt und künstlerisches Leben eingehaucht haben. Daswas führt von selbst immer wieder auf das wie zurück.Sept. 1851. F. G. W.