Buch 
3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
Entstehung
Seite
15
JPEG-Download
 

15

und vor der Palme Apollons.

vor Troja , und bei dem zunächst folgenden Vasenbild wirdstell ergeben wie viel Gewicht Gerhard auf diesen gewähn-ten besondern Zusammenhang legt. Das Würfelspielen beidem Tempel der Athene Skiras ausserhalb der Stadt hatte,wie es scheint, mit einem Orakel durchaus nichts gemein:man gieng dahin um zu spielen und es wurde nirgends mehrgewürfelt als dort, und diess war vielleicht ursprünglich 6 )darum üblich geworden weil man das Spiel als ein Werkder erfinderischen Göttin betrachtete, von der auch Palame-des die Würfel erhalten haben sollte, so wie sie auch die&Qtag oder die Orakelsteinchen in das Thriasische Feld ge-bracht hatte 7 ). Skironische Würfelspieler sind es eben diegerade wegen des Besuchs dieses Vergnügungsortes ver-rufen waren 8 ).Geheiligte Würfelspiele der Skiras sind

6) Poll. IX, 6, 90 OKtQttveta tFi t« xußfvnjgtn idofidaOrj diort ftu-XtozuA&ijvyatv txvßivov inlSxigo) iv tüJ t rjq Sxigudoq' 'A&rjvuq, wottQov nicht der Tempel, sondern das Heiligthum mit allen ihn umge-benden Räumen bedeutet. Bekk. Anecd. Gr. p. 300. Etym. M. Sxngd^Hesych. axugdfuov , Harpocr. oxigdip. Dass das gemeine Spiel zuverstehn sey, zeigt ausserdem Eustathius der aus PoJeinon über dieSpiele schöpfte, p. 1397, 25: xul OT* ioTzovddfcro xvßtin , oit ftovovnttgu 2txiXoiq , a>Ud xulA&tjvuio «;, ot xul iv IfQoZq d&(Jot£6j.avoi(xvßtvov } xul t-tuktora iv tut r?)q ^xigddoq rot inl Sxigot' dtp ov xul tudXXa xvßfvrrjQia oxtguptiu o*voftd&to. cov xul advta tu navovg-y rj fiu tu diu t t]v oxtga^etotq gif.dtovqyiav oxiqucpoi IxuXovno,Innuna £ %i p* oxwutpotq dziTuXXnq. Hermes und Pan werden Vor-steher dieser Spielorte genannt, schlimmer als wenn es Aphroditehiesse (Not. 4.).

7) Bekk. Anecd. p. 265. Stepb. B. v. 0ql k. Man kann darumnicht sagen dass die Weissagung aus Steineben der Athene zuge-schrieben werde. Noch weniger dass wegen der Erfindung der Wür-fel durch sie die Heroen bei einem Palladium sitzend oder kauerndWürfelspielen. K. O. Müller Pallas Athene in der Haifischen Ency-klop. S. 120 Not. 29. Vgl. übrigens Christie inquiry into the ancientgame greek 1801 p. 111 ss.

8) Steph. B. 2xigoq t* di tono) tovtoj ul noqvat fxa&f£ovro.KJW? di y.ul to oxigatptZov , otzfq drjXoZ rov zonov tlq ov ol xvßunulovviaot, xul v oxiQoqxjQoq (leg. oxigutpoq mit Meineke Com. Gr. HIp. 210) o 07](Auivti rov dxoXaotov xal xvßtvxr^v t uno twv iv