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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Sonnenaufgang.

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Baum gezeichnet sind; er schaut der Seiene nach, die schonentfernt, am andern Ende des Bildes, langsam auf einemPferde davon reitet. Das Paar ist aus seiner Umarmungaufgestört; doch braucht Pan nicht mit zu entweichen, da ereine nicht auf die Nacht beschränkte Lichtnatur hat, als einfpdiov, Avxetos, Lucidus, der in Flammen herniederfährt unddurch Feuer verehrt wird; seine Schritte sind darum, indemer seiner Buhlin nach der einen Seite nachsieht, auf die an-dre des Helios hingerichtet, dessen Hitze nur am Mittag ihnin den Schlaf senkt. Pan umgab sich, wie Nikander beiPhilargyrius zu Virgils Landbau (3, 392) erzählt und Macro-bius (Sat. 5, 22) im Ganzen beslätigt, mit schneeweisserWolle um Selene zu gewinnen, d. h. er verwandelte sichin einen lichtweissen Schafbock. Virgil, der den Nikandernachahmt, setzt dafür ein Geschenk von schneeiger Wollewomit Pan die Mondgöttin zu sich in die Bergwaldung lockte;und sein Erklärer Probus bringt sodann statt dessen dieweissere Hälfte der ganzen Pansheerde vor. Die ArkadischeHöhle des Pan Lykeios und der Selene bei Porphyrius (A.N. 20) beweist dass die Sage alte Landesreligion angieng.Darum fanden auch Pan und Artemis sich gegeneinanderüber bei dem Eingang eines Asklepieion in Sikyon , so wieAltäre des Pan und des Helios hinter dem Heräon eben da-selbst waren 2 ).

Auch Eos fehlt nicht; beflügelt ist sie dem Helios vor-angeschritten und treibt den Jäger Kephalos rasch, wiedie Sätze des neben her laufenden Hundes zeigen, vor sichher. Er selbst hat keine Eile, er hält der stürmisch drän-genden seine Jagdspiesse entgegen, wendet im unfreiwilli-gen Lauf sich nach ihr um und hält ihr in der Rechten ei-nen Stein entgegen 3 ); aber weder mit den Spiessen, nochmit dem Steine wagt er sich ernstlich zu widersetzen. Ein-

2) Pausan. II, 10, 2. II, 2.

3) Kephalos siegt mit der Schleuder. Hygin. 273 p. 381.