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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Sonnenaufgang.

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1846 p. 92 gesagt ist auf Anlass des dunkeln allegorischenInnenbildes einer Kylix.

Pan in menschlicher Gestalt, nur mit zwei kleinen Hörn-chen auf der Stirne, ausserdem durch Syrinx, Pedum, Keule,Jagdspiesse, ein auf dem Rücken oder dem Arm hängendesThierfell bezeichnet, ist häufig auf Arkadischen Autonom-münzen und andern verschiedener Städte und Vasen. Vonjenen sind manche von Müller in den Annalen des archäol.Instituts 7, 167 und in der Archäologie §. 387,1 angeführt 2 ),von Vasen auch von mir oben Not. 1 nur eine. Aber geradeauch auf Apulischen Vasen, wie die unsrige ist, kommt die-ser Pan öfter vor: so b. Millingen Peint. pl. 43, so er undAphrodite in Gerhards Apul. Vasenbildern Taf. E, 35 undin desselben Mysterienbildern Taf. 1 (auch bei R. Ro-cliette Mon. ined. pl. 45), wo Pan mit Aphrodite die eineSeite dem Apollon und der Athene gegenüber einnimmt.Auch auf der grossen Vase von Ruvo in den Monumen-ten des archäol. Instituts 2, 30 erscheint er in der obe-ren grossen Reihe von Göttern in dieser Gestalt. Beider Geburt der Aphrodite aus dem Meere, einer schönenschwungvollen Darstellung in Gerhards Ant. Bildwerken 1,44, ist zu beiden Seiten ein solcher Pan. An der schön-sten Vase im Kloster S. Martino bei Palermo , die wahrschein-lich von Agrigent ist, findet sich dieser Pan dem Eros ge-genüber gestellt um den Bund des Dionysos und seiner Ge-liebten einzuweihen, auf welche sie herabschauen 3 ). Eben

2) An einem geschnittenen Stein der Real. Gail, di Firenze, Cam-mei tav. 19, 1, hat der Steinschneider die kleinen Hörnchen ganzübersehn und ausgelassen, wie nach der Bemerkung von Carelli beiGerhard del dio Fauno p. 40 auch an einer Münze gescbehn ist.Eben so, wie es scheint, an einer Münze von Palrä bei Streber Nu-mism. Gr. tab. II, 3, Gerb. Lichtgottbeiten Taf. IV, 5, wo vor derreitenden Selene Pan angelehnt steht, ganz nackt, nur Pedum undSyrinx haltend.

3) Das merkwürdige Gemälde ist schon Th. 2 S. 65 berührt. DieLiebesfeier des Dionysos ist dargestellt. Der grössere hochbescbwingt«