95
auf Zeus iglios , auf den dritten Theil der Welt, den dasMeer ausmacht, woran schon Plularch gedacht hat (de Iside75). So hat der Indische Siva als Beherrscher der Dreiwelt(Triphalas, wie er im Ramayuna heisst), der gleich dem drei-äugigen Zeus dreiäugige Siva auch einen Dreizack (trisula)und Odin hat neben Här und Jafnhär, dem Hohen und demGleichhohen, den Beinamen Thridi, der Dritte + ). Ähnlich istder Name tgirive für eine jede der drei Attischen Pltra-trien. Die Statue des Pluto-Serapis im Piocleinenlinum (2, 1)hat eine zweizinkige Gahel, „eine Erfindung des Ergänzers,wovon man kein Beispiel auf keinem der den Pluton dar-stellenden Monumente findet,“ sagt Visconti. Baarc Erfin-dung diess eines Römischen Bildhauers? Rafael hat in derFarnesina dem Pluton in der Götterversammlung, der nebendem Neptun mit dem Trident vor dem thronenden Jupitersteht, eine zweizackige Gabel gegeben 4 5 ). E. Braun erin-nert mit Recht in den Annalen des archäologischen Instituts9, 274), dass die zweizackige Gabel „in der Hand des Plu-ton von Rafael und Andern“ von verloren gegangenen Mo-numenten entnommen seyn müsse. Eines kann ich nach-weisen das noch erhalten ist. In der dem Herzog von Bed-ford gehörigen Woburn Abbey befindet sich eine unter denpublicirten Monumenten der Sammlung nicht erhaltene „kleineTerracotla, in der Mitte die Maske des Jupiter, rechts diedes Neptun, links die des Pluto, von etwas unbestimmten,aber edlen Formen, darunter in der Quere der Donnerkeil,Drei- und Zweizack.“ So meldet Waagen, Kunstwerke undKünstler in England S. 559 6 ).
4) J. Grimms Deutsche Mythol. S. 110 vergl. (S. XVII). (2. Ausg.S. 148). „Begreiflich schwankte die Stufe und anderemal scheint erTveggi duplex, oder secundus, genannt.”
5) In den Abbildungen der Favola di Psiche, Roma presso diLazari 1814 ist diese Figur ausgelassen: ich weiss diess jetxt nichtaufzuklären, da ich meiner von dem Gemälde selbst entnommenenNotiz nicht misstrauen kann.