Der Ehebund der Persephone mit dem Pluton. 97
der Erde wohnen müsse, und sie erzählt ihrer Mutter dieGeschichte ihrer Entführung. Zeus schickt die Rhea, die De-meter unter die Götter abzuholen und geht den Bund ein,welchen Demeter ihrer Tochter vorausverkündigt hatte. DemRufe der Rhea folgt Demeter , zeigt den vier Königen vonEleusis , dem Triplolemos, Diokles, Eumolpos und Keleos dieOpferweise, die heiligen Orgien und geht mit der Tochterin den Olymp.
Hierzu scheint nun sich das Gemälde folgendermassen zuverhalten. Der thronende Zeus hält die Schale der Spendehin, wie gebietend oder andeutend durch diese Geberde dassVersöhnung und Vertrag geschlossen werden sollen. Dennda die Spende immer die Feier eines Vertrages begleitete,so ist eine Trinkschale ein schickliches und sprechendesZeichen eines Vertrags: onovdui %' ux(>i;ioi hui dt£iul uiginini&fiev- Persephone ist darum zu der Mutter entlassen,kenntlich an der Granatblülhe 7 ), begleitet von einer Göttin,vielleicht Rhea , die im Hymnus (441) erst nachher gesandtwird, um Demeter in den Olymp einzuführen. Die jugend-liche Gestalt der Figur darf nicht abhallen ihr diesen Namenzu geben: selbst Gäa ( FE ), die neben ihrem von Poseidonniedergeworfenen Sohn Eribotes händeringend kniet, ist dieschönste junge Frau an der Kylix des Erginos bei Gerhardin demselben Heft das die unsrige enthält (Taf. 2): eben sowo sie das Kind Erichthonios das in ihrem Schoos erwachsenist der Athene übergiebt Mon. d. I. a. Th. 1 Taf. 10, Th. 3Taf. 30. Demeter aber sitzt wie thronend auf ihrem geflü-gelten Wagen in oder vor dem Tempel, sie hält Mohnsten-gel als Symbol unermesslicher Fruchtbarkeit (nicht Ähren)in der Linken und reicht ihrer Tochter in der Rechten denTrunk des Bundes, den sie eingeht, entgegen. Iris, welche
7) An einer Amphora mit Triplolemos zwischen Demeter undKora hat letztere die Granathlüthe. Mus. Gregor. II tav. 40, 2. Soan der archaischen Vase zu Florenz , bei Gerhard Ant. Denkm. laf.3 Ui mit der Rückkehr der Persephone.
III.
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