100 Der Ehebund der Persephone mit dem Pluton.
wie sie ist, ursprünglich erfunden worden wäre, in einerZeit wo die Kunst der Zeichnung schon so weit vorgeschrit-ten war als wir hier sehen. Wir besitzen in diesem Ge-mälde aus früher Zeit den Typus wonach so manche der anSarkophagen nachgeahmten Composilionen mit dichterischemGeist entworfen ist. Auf Demeter und den Tempel in Eleu-sis wirkt Zeus aus der Höhe uni denselben ist von derniedern Erde das Königspaar zugewandt, bei welchem zu-vor die Göttin eingekehrt war. Die Menschheit nimmt Theilan diesem Bunde, sie ist durch das priesterlich königlichePaar vertreten, die Stiftung der Demeter zu ihrem Heil wirdgleich nachfolgen, die Schale in der Hand des Keleos deutethierauf hin und dass ihm gegenüber die weibliche Figurhinter der Demeter ebenfalls eine Schale hinreicht, scheintdafür zu sprechen dass unter ihr Metaneira gemeint sey:w'iewohl diess ungewiss bleibt, iridem die Stellung der Irisund Hekate zwischen ihr und Ktleos und die Haltung derIris nicht recht klar sind. Die Saat ist so wenig berührtals iin Hymnus: Triptolemos , wenn ihn auf der Seite desDrachen der Sitzende vorstellt, hat nicht Ähren in der Hand,die zürnende Demeter hielt ein Jahr lang die schon einge-führten Saaten zurück. Daher ist hier der Sohn wie derVater bestimmt die höheren Segnungen der Demeter zu em-pfangen , welche der Hymnus (indem er die Verleihung derÄhren gleichfalls unberührt lässt) sie vor ihrer Rückkehr inden Olymp einsetzen lässt, wenn nicht die Figur des nochjugendlichen Triptolemos nur auf die andere hier ausge-schlossene Scene anspielen soll. Es ist aber ein wesentli-cher Umstand dass, wie im Hymnus, so auch hier Demeter gerade als Thesmophoros nach ihrer höhern Würde darge-stellt ist.
Auf der so viel späteren Vase Poniatowsky sehen wirdie Botschaft des Hermes an Jen Zeus und zugleich die inFolge derselben in das Licht zurückgekehrte Kora mit derFrühlingshore in einer oberen Reihe, getrennt von der Aus-sendung des Triptolemos unten: alle Figuren sehr zierlich,