Buch 
3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
Entstehung
Seite
103
JPEG-Download
 

Der Ehebund der Persephone mit dem Pluton. 103

Eumolpos Söhne des Poseidon genannt werden; und imHauptbild erkennt er einevolksmässige Anschauung Cerea-lischen Tempelpomps, Eumolpos als Thrakischen Heldenund Heros Eleusinischer Festlichkeit, Artemis-Hekate, De-meter , etwa Iris, Triptolemos mit Ähren, Kora, Hekate oderPallas Athene und Dionysos -Hades, dereine leicht ge-senkte, der herannahenden Iris gleichfalls gewärtige Schalehalte. Er bemerkt dabei dass diese Erklärung nur fürwahrscheinlich, nicht für entschieden gelten könne und be-zeichnet die zwei ersten Bilder alsnur halb verständlicheDarstellungen Eleusinischer Geheimsage.

Triptolemos sieht allerdings in mehreren Vasenbildernnach dem Gewand, dem Haarknauf und selbst nach den Ge-sichtszügen einer Göttin auffallend ähnlich, nicht bloss in dendrei von Gerhard angeführten 10 ), sondern auch in dem mitden Namen bei Inghirami Vasi fitt. tav. 35, Müller AlteDenkm.Th. 2 Taf. 10, 111, Triptolemos zwischen Demeter und Pe-rophata (d. i. fTeggirftttTu). Aber vor diesem Triptolemossteht immer Demeter, die ihm eingiesst und dabei zuweilenauch Ähren hält. Die Stelle hingegen hinter dem Triptolemos,wohin Gerhard die Demeter setzt, Demeter dabei ohne ir-gend ein Attribut, kommt ihr gewiss nicht zu. Pluton mitPersephone , dazu Rhea, sind auch bei der Sendung des Tri-ptolemos in dem schönen Nolaischen Vasenbilde der Mon.d. I. 1, 4, wo Demeter dem oberhalb entblössten Jünglingden Trunk eingiesst, hinter sich Hekate mit zwei Fackeln[EKATH] und eine Höre mit Korb. Hier hält Pluton einFüllhorn. Derselbe hat auf der Münchner , von Thiersch be-kannt gemachten Kylix mit der HEPA auf dem Boden, woer ebenfalls mit Persephone n ) hinter dem Triptolemos steht,

10) Berlins Ant. Bildw. N. 896. Campanari Vasi <11 Vejo tav. 4um! die Kylix in München bei Thiersch über die Hellen, bemaltenVasen Taf. 3.

1t) Gerhard nennt S. 20 Not. 3. diese Figur Hekate und diehinter der Demeter Kora . Allein einerseits ist der Kora die Stelle