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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Prometheus.

Catull musste den Prometheus unter den Gästen an demHochzeitsmahle das die Olympier dem Peleus und der The-tis feierten, hervorheben wegen des tief in die Fabel ver-flochtnen Orakels der Themis als um die Thetis Zeus und Po­ seidon freiten, dessen Geheiinniss Prometheus im GefesseltenPrometheus zu offenbaren sich weigert. Hätte der Künst-ler, ein solcher wie der den wir hier kennen lernen, andiesen Zusammenhang gedacht, so würde das eine der dreiBilder sich auf Peleus und Thetis beziehen. Dagegen wählteer die festliche Zurückführung des Hephästos, des Sohnsder Hera, von Lemnos , wo gerade Prometheus das Feuer,auch ein Kind der Erde, für die Menschheit am Mosychlos ge-raubt hatte. Hephästos ist hier nicht lustig komisch auf demBacchischen Esel reitend, wie überhaupt die Compositionvon^den gewöhnlichen sich unterscheidet. Zeus giebt derHera ihren Sohn zurück, sie empfängt, gleichsam dankbar,den harten Feind mit welchem Zeus sich vereinbart hat.Die einzelne Gruppe angesehn, könnte man zwar mehr Be-deutung in die gastliche Aufnahme des Prometheus durchdie Hera legen als ihr eigentlich zukommt. Wenn Zeus inder. vollständigen Darstellung ihn ihr zuführte oder hinterihr dem Prometheus gegenüberstand, so erschien die Sachein anderem Verhältniss. Dadurch dass Prometheus auch alsFeuergott gedacht und mit dem Hephästos in eine gewisseGemeinschaft gebracht wurde, ergiebt sich noch eine zufäl-lige Beziehung der Hera auch zu dem Prometheus mehr.Das andre Nebenbild, welches einen Festzug mit Musik,ebenfalls angemessen und ausgezeichnet im Slyl darstellt,

Hygin und Cornulus, sondern er wird ihm auch an einem Etruri-schen Spiegel hei Gerhard Taf. 138 proleplisch hei der Befreiung,wie er zugleich auch schon mit dem Lygoskranz geschmückt ist, so-gar von beiden Seilen der Symmetrie wegen, von Herakles und sei-nem Begleiter gereicht. Dionysos setzt, wie Plutarch Sympos. I, 1,5 sagt, den Zechern den Kranz auf indem er sie frei macht (r/r<«C(XivOfQÜr): denn er (der Eleuthereus), löst die Zügel und giebl derRede nXtioxrjv iXivOiijiuv 1, 1, 2.