Die Sicilischen Paliken, ■d-eol nuXixoi. 205
den: und um bestimmt zu läugnen dass es nicht von denPaliken, den eignen Söhnen, gehämmert werden könne, müssteman andre Nachrichten haben, Nachrichten über andre Per-sonen und Umstände auf welche die Vorstellung passte.Auf jeden Fall steht der Gebrauch der Hämmer unmittelbarin und nach der Geburt in Analogie mit der augenblickli-chen Thätigkeit andrer neugebornen Götter. Athene welche,wie gesagt wird, zuerst Stesichoros bewaffnet aus dem Hauptedes Zeus hervorspringen liess, schwingt nach dem Homeri-schen Hymnus (28, 9) und nach Pindar (Ol. 7 , 69), indemsie stürmisch emporfährt, die Lanze, wie auch auf einemEtrurischen Spiegel abgebildet ist, und erhebt das Kriegs-geschrei mächtig, dass Himmel und Erde erbeben; Hermesentschlüpft den Windeln und übt seine Kunst als Meister;Apollon und Artemis auf dem Arm der Leto reichen nachdem Drachen Python 10 ), wie die schöne Tischbeinsche Vasedarstellt, und Apollon schiesst auf dem Arm der Amme inDelos auf den ungeheuren Drachen in der Grotte in einemälteren Vasengemälde (filite ceramogr. T. 2 pl. 1 A). Wennnun die Paliken, weil ihr Wesen in diesem Hämmern ge-gründet ist und sie es also nicht lassen können, damit insDaseyn treten dass sie auf ihrer Mutter Erde Haupt häm-mern, so ist diess an sich, wenn es nur zugleich seineeigne Bedeutung hat, der Mystik wohl eben so wenig an-stössig gewesen als elwa der nicht minder keck naive Zugdass der neugeborne Hermes seine Mutter täuscht und denApollon bestiehlt, die Einfalt beleidigte. Wie seltsam auchder Charakter der ganzen Vorstellung ist, so sind wenig-stens Stellung und Haltung der Paliken der Natur solcherArbeiter sehr wohl nachgeahmt, und besonders ist auch diegrosse Schwere der Hämmer durch das langsame Erhebenwohl ausgedrückt.
Das Hämmern auf die Mutter, wodurch Panofka so sehrbefremdet wurde dass er, um diese Unschicklichkeit weg-
10) Hyg. 140.