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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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288
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288 Herakles gegen drei Götter kämpfend.

Poseidon nebst Ainphitrite und Hades wenden vor dem Pfeiledes Heros das Angesicht angstvoll ab; nur Apollon wider-steht mit seinem Bogen, wesshalb auch Artemis dem Gegnerins Auge sieht. Bei Pindar , welcher dem Herakles die Keulegiebt, gebrauchen alle drei Götter ihre Waffen; der Kampfist ein Gedränge.

Die Sage muss aus epischer Poesie geflossen seyn; denndergleichen erfindet Pindar nicht, und ich vermuthe dasssie in dem Gesang der Hesiodischen Kataloge vorkam wel-cher mit der Alkmene unter andern den Krieg des Hera-kles gegen den Neleus wegen verweigerter Sühne ver-knüpfte ,) '). Die Einnahme von Pylos und den Untergang al-ler zwölf Sühne des Neleus bis auf den Nestor erwähnt dieIlias (11, 690); dass Poseidon Vater des Neleus war, ist ausder Odyssee (II, 253), und dass er dem einen der Neliden,Periklymenos, um ihn in dieser Fehde zu schützen, die Gabeder Verwandlung verlieh, welche aber durch Athene ver-eitelt wmrde, aus der Hesiodischen Erzählung bekannt. Leichtalso mochte diese auch den Poseidon selber im Kampf auf-treten lassen. Nur die Keule des Herakles ist nicht episch,sondern vielleicht von Stesichoros oder einem andern clio-rischen Dichter vor dein Pindar auch in diese Sage aufge-nommen worden. Nach dem Schilde des Herakles (360)wurde bei. Pylos Ares von dem Heros verwundet: der Dich-ter der Kataloge hat bei der Wahl der Götter die er demPoseidon zur Seite stellt, auf die älteren Sagen von den ein-zelnen Kämpfen des Herakles mit Apollon wegen der ver-sagten Wahrsagung und mit Hades als er ihm den Kerbe-ros raubte 4 5 ) Rücksicht genommen. Was den Hades betrifft,

4) Schot. 11. H, 336. Schob Apollon . I, 156; vier andere Verseaus derselben Erzählung b, Sleph. ßyz, v. rtqtjvia u. a. Lehmannde Ilesiodi carminibus perdilis 1828 fr. 3335. Aus den Eöen batPindar mancherlei geschöpft, wie die Scholien zeigen. [Es ist einerichtige Bemerkung von Leutsch Theses sexaginta 1833 N. 14 : Pin-dari carmina mylhologiae Ilesiodeae fons integerriinus].

5) II. VIII, 367.