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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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290 Herakles gegen drei Goller kämpfend.

sie annehmen dass es diesem eigenlhümlich sey die ver-schiedenen sonst bekannten Götterkämpfe des Herakles aufsolche Weise zu verbinden, was nicht anders als sinnlosseyn würde. Sogar der berühmte Didymos muss diess ge-meint haben da als seine Meinung angeführt wird dass Pin-dar den Kampf mit Hades von der Pforte der Todlen nachdem Nele'ischen Pylos versetzt habe. Übrigens sind diedrei Götter Poseidon, Hera und Aidoneus ohne Zweifel ausPanyasis genommen, da Arnobius (4, 25) sagt: non ex vo-bis Panyasis unus est, qui ab Hercule Dilem patrem et re-ginain mcmorat sauciatam esse Iunonem? Aus demselbenDichter führt Clemens (Protrept. 2, 36 p. 10) die Hera inPylos an, nennt aber nicht zugleich den Hades, so wie Ar-nobius den Poseidon auslässt, und sogar Apollodor (2, 7, 3)und Seneca (Here. für. 560) allein den Hades in der Scenesetzen.

Im Anzug uud der Haltung der meisten dieser achtFiguren, deren Milte Apollon und Artemis einnehmen, liegtetwas woraus man schliessen möchte dass sie nicht unmit-telbar aus künstlerischer Phantasie hervorgegangen, sondernlebendiger festlicher Darstellung, durch sehr adliche Perso-nen nachgeahmt seyen. Poseidon führt statt des Dreizackseine gewöhnliche Lanze, so wie Athene ohne Helm und Ae-gis, Herakles ohne irgend ein besondres Kennzeichen ist.Bemerkenswerth ist der knotige lange Stock des Hades; denner widerlegt die Erklärung des Scholiasten dass bei Pindar der Stab womit der Gott die Verstorbenen zur hohlen Gassetreibt, nicht eine Waffe sey, wie Dreizack, Schwerdt oderLanze, sondern ein Zauberstäbehen wie es Hermes führt.Gerade einen dreizackigen Spiess giebt Seneca dem Plutonbei Pylos: Pindar aber hat an einen Stab gedacht womitder Hirt die Heerde treibt.

Zu augenscheinlich ist die Übereinstimmung desDenkmalsmit dem von Pindar erwähnten Zuge epischer Poesie als dassich mir erlauben dürfte die Erklärung Panofkas zu bestrei-ten, welcher in diesem Gemälde zu erralhen glaubte Ic prin-