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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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292 Herakles gegen drei Göller kämpfend.

kies (in dessen Erhebung das Hauptmotiv des Bildes liegt)auf Poseidon als ein Bruchstück aus der Sage dass er ge-gen drei Götter, unter welchen auch Poseidon war, kämpfte.Eben so stellt ihn im Kampf allein mit dem Hades bei Pylos eine kleine Statue in Göttlings Besitz dar, welche 0. Jahnin den Schriften der Sächs. Ges. der Wiss. 1849 Taf. 5 S.66 f. mittheilt und erklärt. An einer grossen Kylix desHerrn Joly de Bammeville sah ich in Rom 1843 auf der ei-nen Seite Herakles an der Pforte der Unterwelt, wo er aufder einen, Hades auf der andern den Hund zerrt, der nureinen Kopf und einen langen, in eine Schlange endendenSchwanz hat. Athene steht vor dem Herakles und ziehtihn am Arm heran; hinter dem Hades steht, ihn umfassendPersephone . Hades ist wie ein aller dicker Mann und stehtgekrümmt, einen Stab in der Linken. (Gegenüber Herakleszwischen zwei unbärligen, mit einem kurzen Stock bekleide-ten, mit Schwerdtern bewaffneten Männern: auf dem Bodender Schale ein ithyphallischer Satyr einen Skyphos auf denAltar ausgiessend).

Meine Erklärung ist befolgt von Avellino una casa diPompei 1840 p. 64 ss. und Thiersch über die bemalten Va-sen 1844 p. 4245 giebl dieselbe nur mit grosser Ver-schiedenheit in Deutung mehrerer einzelner Figuren. R.Röchelte giebt der Meinung des Polili, la pugna de Giganli(Palermo 1828) den Vorzug, Memoire sur Atlas 1835 p. 41.Auf einen andern Gedanken ist K. 0. Müller gefallen, dener indessen nur zweifelnd vorträgt Annali T. 4 p. 393 s.und auch in seiner Archäol. §. 143, 2 durch ein Fragzei-chen beschränkt, Apollon , Idas undMarpessa. 0. Jahnführt diese Ansicht aus, so wie E. Braun im Bullett. 1838p. 128 sie gebilligt halte, im Bullett. 1840 p. 8890 undausführlicher in seinen archäol. Auf. S. 4656;vollkom-men überzeugend für H. Brunn Berl. Jahrb. Th. 1 1845.S. 689 f. weniger für B. Stark, dem die von Zeus befohleneSchlichtung durch Hermes und dass Marpessa als Schutzsuchend bei Idas stehe, dunkel bleibt. Jen. Litt. Zeit. 1847