Wie Herakles auf dem Oeta an Sperclieios Ufern ausden Flammen den Göttern nahete, berührt Sophokles im Phi—loktet (726. 1413), der in den Tracliinierinnen nach demPlane dieser Tragödie mit dem Scheiterhaufen und dem letz-ten Willen endigen musste. Auch bei Euripides kommt inden Herakliden (905) das Aufsteigen vom Scheiterhaufen zuden Göttern vor; und überall wo Herakles als Gemal derHebe erscheint J ), ist wahrscheinlich diese Sage vorauszu-setzen. Er wird aber mit Hebe im Olymp vereint in derHesiodischen Theogonie (950), und es ist mir wahrschein-lich dass die berühmte Homerische Einnahme Oechalias vonKreophylos den Scheiterhaufen und die Vergötterung des
*) E. Gerhards Studien für Archäologie 1833 I S. 301—305.
1) Pindar. Nem. I, 71. X, 17. Istbm. III, 73. Euripides Or.1G82. Propertius I, 13, 23:
Nec sic coelestem flagrans amor Herculis HebenSensit ab Oetaeis gaudia prima jugis.
Eine Stelle des Oeta wurde vom Verbrennen des Herakles Pyra,Phrygia oder Preston genannt. T. Hemsterb. ad Lucian. Tim. 6.Spanh. ad Callim. in Dian. 159. Den Oeta nennen auch Ovid Mel.IX, 230, Martial IX, 65, Ilygin. 36, Lucian I). D. 13, Hermotim. 7,Pbfiostratos Her. V, 1, alle einstimmig, und auch Tzetzes ad Lyco-phron. 50 sagt keineswegs dass Herakles schon in Euböa gestorben sey.