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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Die Himmelfahrt des Herakles .

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Herakles zu ihrem Schluss hatte 2 ). Nach Apollodor 3 ) hebtihn unter Donnern ein Gewölk, nach Ovidius aber 4 ) führtihn unter dunklen Wolken ein Viergespann empor, wie denElias der feurige Wagen. Diese Scene stellt eine selteneVase des H. Filippo Rainone in S. Agata deGoti vor, welcheneuerdings Gerhard bekannt gemacht hat 5 ). Danach könnenwir uns ein Gemälde des Artemon ungefähr denken, wovonPlinius sagt 6 ): Herculem ab Oeta monte Doridos exuta mor-talitate, consensu deorum in coelum euntem. Lucian imHermotimos (7) sagt: er flog zu den Göttern auf.

In dem Vasengemälde sieht man den Rumpf der Leichenoch unverzehrt in den Flammen des Scheiterhaufens, wel-che von der einen Seite Hephästos mit einem Flügel an-facht*), indessen von der andern eine Nymphe vergeblichihr Wassergefäss ausleert, wie in der Ortssage der FlussDryas zum Löschen herbeieilte 7 ). Herakles sitzt auf dem Wa-gen, bärtig, bekränzt und mit der Keule da; neben ihm Nikewelche die Zügel lenkt. Hermes führt das Gespann; im

2) Zoega vermulhete Bassiril. T. II p.47 (lass Pisander von Rho-dos den Herakles feierlich in den Olymp eingefiihrl habe. Aus Oe-chalias Einnahme stammt wahrscheinlich eine seltene Vorstellung aneiner Vase von Vulci unter den von Bröndsted beschriebenen derHerrn Campanari N. 19 (vgl. Annali dell instit. archeol. IV, 370).Herakles verfolgt (nach der Einnahme der Stadt) mit der Keule, umihn todt zu schlagen, den Bogenschützen Toseus TOlhYs, wie JUYZfür ZUYX, I[f\YX£jmiÜS aut andern Vasen dieser Herkunft), desEurytos Sohn. Der Brüder der Iole waren in dieser Poesie nurzwei (Schot. Soph. Trach. 266), welche Herakles erschlug (Herodorosb. Sch. Eurip. Hippol. 545).

3) II, 7, 7.

4) Metam. IX, 271.

5) Ant. Bildw. I Taf. 31.

6) Plin. XXXV, 11, 40.

°) .Müller Archa'ol. §. 411, 1 setzt dafür Pöas, der den Köcherwegnehme, nemlicb als Erbe des Herakleiscben Köchers. Vgl. Ger-hard im Test zu den Bildw. S. 275.

7) Herod. VH, 198. Slrab. IX p. 428. An des Dryas Ufern derScheiterhaufen hei Lykophron 916.