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Olymp empfangt es Apollon mit Lorbeerzweig, der Gott aufder andern Seite scheint Zeus zu seyn. Eine Halle hinterdem Wagen zeigt die göttliche Verehrung an.
Der untere Tlieil erinnert mich an eine Vase in derPorzellan-Fabrik zu Neapel , deren Matthison in Aphorismenüber altgriechische Vasen Erwähnung thut 8 ). Er nennt sieeine grosse Prachtvase, betrachtet sie als unwiderleglichstenBeweis dass die Vasen zuweilen Vorstellungen enthalten dieman in Dichtern und Mythologen vergeblich aufsuchen würde,und sagt von den Figuren nur diess: „unter dem VorsitzeJupiters giessen zwei Nymphen zur Löschung des Scheiter-haufens, welchen Amphitryo so eben in Brand steckte, Was-ser aus Urnen herab.“ In dem genannten alten Epos hatvermuthlich Philoktetes die Fackel an dem Scheiterhaufen desHerakles gelegt und dabei von ihm den schicksalvollen Bo-gen empfangen.
Herakles von Athenen mit einem Viergespann, wie Qui-rinus von Mars 9 ), in die Höhe geführt, kommt auch auf ei-ner grossen Vase bei Millingen 10 ) vor. Er hat die Sieges-tänie um das Haupt gebunden, so wie der Olympische Oel-laubkranz von der Eule der Athene im Munde getragenwird, und trägt übrigens Keule und Löwenhaut. Nike folgtmit Schild und Lanze und eine andere geflügelte Figur,vielleicht auch Nike, schwebt voran mit dem Thyiniate-rion, als Zeichen seiner göttlichen Verehrung. Unterhalb istDionysos mit Gefolge gelagert, was mit der Apotheose undden Bildern der Rückseite und des Halses zusammen eineallegorische Beziehung auf die Bestimmung der Vase hat.
8) Morgenblatl 1811 N. 163 S. 651. Auch Vivenzio in denGemme antiche per la piü parte inedite p. 114 spricht von einerApotheose des Herakles auf einer Vase. Deianira (vielleicht Alkmene )zugegen.
9) Horat. Od. III, 3, 15. Ovid . Met. IX, 272, XIV, 820. Fast.II, 496. So Cäsar an der Vaticanischen Ara hei R. Rochette Mon.ined. pl. LXIX, 1.
10) Peinlures de vases pl. 36.