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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Iason der Drachentüder.

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an diesem Ausdrucke sieht, nach älterer Volkssage odernach einem Dichter. In dem Kampfe des Rhodischen Rit-ters mit dem Drachen bricht sich der Begriff der Unübcr-windlichkeit und Undurchdringlichkeit eines solchen fabelhaf-ten Ungeheuers an der List womit es durch Hunde, die inmühsamer Vorbereitung an einem Phantom eingeübt sind,genöthigt wird am Bauche Blosse zu geben. Die Griechi-sche Sage übertreibt die Unverwundbarkeit des Drachennoch kräftiger, die nur im Innern desselben ihre Gränzefindet. Dem Herakles giebt Athene , um sich dem Thier inden Rachen zu stürzen, den wunderbaren Panzer; Iason aber ist nackt, und so war er vielleicht vorher durch MedeensZauber, wie sie ihn auch gegen Eisen und Feuer durch ihreKräutersalbe fest machte * 2 ), gefeit worden; womit der Bei-stand der ihren Lieblingen in gefahrvollen Augenblicken stetsgegenwärtigen Göttin sich gar wohl verträgt. Der Drachesperrt im Tode den Rachen auf. Der im Bild allein sicht-bare Kopf mit dem Halse hat nicht den Ausdruck des To-des weil diess nicht vereinbar war; aber vollkommen ist dieFigur des Iason so als ob er nach verrichteter Arbeit vor-sichtig über den Zähnen des Unterkiefers sich weghebend,aus dem Rachen sich wieder geschickt herausgehen Hesse:er verstärkt durch die hängenden Arme und die Bewegungder Hände den Druck zum Hervorgleiten. Herakles verlornach Lykophron (36) und Sextus Empiricus 3 ) durch die Hitzedes Fischbauchs alle Haare; Iason aber hat die seinigen ge-rettet. Athene , die ihm zur Seite steht nicht anders wie an-dern Heroen, die ihm die That eingegeben und ihn dazu aus-gerüstet hat, scheint jetzt nur darauf Acht zu haben dass ersich nicht an dem todten Zähnerachen verletze, und die Eule,

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2) Pind. Pyth. IV, 221. Apollon. III, 845.1042ApolIod. 1,9, 23.

3) Adv. Malhem. I, 255.