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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Iason der Drachentöder.

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Gesicht drückt nicht Angst und Schrecken, sondern ruhigeFestigkeit aus: nachdem er den Drachen getödet, hatte die-ser letzte Augenblick nichts Verhängnissvolles für ihn; erkonnte sich höchstens noch an den scharfen Zähnen destodten Drachen ungefährlich verwunden und das ruhige Zu-schauen der Göttin zeigt an dass es hier nur auf Vorsichtankomme: vielmehr ist auf die sinnreichste Art der Momentausgefunden, zugleich den Sieg und sein Vollbringen imInnern des Drachen zur Darstellung zu bringen. Indessenhat später Gerhard bei der Aufnahme derselben Zeichnungin die Monumente des archäologischen Instituts 6 ) mit mir

eben verfallen, von ibmbereits ergriffen,in des Drachen Ge-walt dargestellt ist, seineArme erschlafft vom gebeugten Haupteberabhängen oder ervom Drachen so eben verschlungen oder wie-der entlassen werden soll, wenn die Stellung der Athene mehr aufmüssige Gegenwart als auf eine , zumal hülfreicbe Theilnahme sollgedeutet werden können. Die blosse Anwesenheit der Athene ge-nügt schon um eine Niederlage des lason undenkbar zu machen.Dassder wahre Sinn der merkwürdigen Darstellung von mir er-kannt sey, bezeugte R. Rocbette Antiqu. ehret. 1836 I p. 21.

6) T. II tav. 35. Annali 1836 p. 28995. Nur sind noch dieWorte im Eingang: che la vittima del voratore colubro fosse quelvalente atleta istesso che conosciamo siccome vincitore di quelmoslro medesimo onde quivi e preda e pasto , aus der früheren Er-klärung übergegangen. Sie sind im Widerspruch mit der vittoriosauscita di Giasone dallo avvelenato ventre und den penosi sforzi perliberarsi dalla gola del mostro p. 293 , die nicht geläugnet werdensollen. Dann hätte ich gewünscht dass der einfache, aber sehr sinnreichausgedrückte Gedanke des Bildes nicht in Verbindung gesetzt wordenwäre mit der Verjüngung des Iason durch Medea , die nicht das Min-deste damit gemein bat. Die Vase ist jetzt im Museo Gregor. II tav.86, 1. Die hier gegebene Erklärung: Minerva obbliga un mostruosodragone a vomitar vivo quel Giasone ehe vivo erasi ingojalo, hat inder Sage keinerlei Anhalt und beruht bei dem Römischen Erklärerauf der Annahme dass der Iason redivivus gar nicht Griechisch, son-dern bloss Etrurisch sey, so wie auch diese Zeichnung, was bestimm-ter ausgesprochen ist von demselben, nemlich A. Gennarelli La mo-nela primitiva e i monumenti dell* antica Italia, Roma 1843 p. 145.