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getreten. Diese Erklärung geben zu können, verdanke ichhauptsächlich und was die bestimmtere Entwickelung betrifftallein den Fragmenten aus dem Oedipus des Euripides . Sowerden vielleicht noch manche bis jetzt unerkannte Scenenin Vasengemälden sofort klar werden wie man auf Stellenoder Notizen von untergegangenen Tragödien stösst mitdenen sie übereintreffen oder die sie unmittelbar darslellen 2 ).
Wie selten Kunstvorstellungen aus der Fabel des Oe-dipus seyen, mit Ausnahme der Sphinx die ihm das Räth-sel aufgiebt, bemerkt Millingen da wo er eine VaticanischeVase auf den Oedipus in Kolonos scharfsinnig deutet 3 ). Zudem einzigen Monumente welches er anführen konnte, derEtrurischen Urne die in derselben Tragödie des Euripidesfrüher schon ihre Erklärung gefunden hat, sind seitdem zweihinzugekommen, Oedipus als Kind und der Hirt Euphorbosaus Vulci und ein Fragment aus Adria Ol Al I10AA2, ver-mutlich mit La'ios.
Auf dem Theater scheinen wenige andre Fabeln mehrGlück gemacht zu haben als die des Oedipus . Wahr-scheinlich haben insbesondre Sophokles und Euripides weitvor den übrigen, und Euripides durch Verbreitung aufauswärtige Theater noch mehr als Sophokles, auch in die-sem Stoffe, wie überhaupt, Einfluss auf die bildende Kunstgewonnen. Im Oedipus des Euripides wurde die Rachedurch die Waffengenossen des La'ios vollzogen, welchedem Oedipus die Augen ausstechen, eine Strafe die in denalten, noch nicht durch Poesie und Kunst gemilderten Sa-gen häufig vorkommt. Dass diess geschehen, geht aus denVersen hervor worin nach dem Zeugniss eines Grammati-kers die Waffengenossen {deQcmovies ) erzählen, wie siedie Blendung vollzogen haben, die also nicht selbst auf derBühne vorkain. An der Etruskischen Urne in Florenz aber
2) So z. B. bei Tischbein I, 56 der Pariser Ausg. bei Millin Va-scs II, 24.
3) Peinlures de Vases 1813 pl. 23. Dieser Erklärung giebt auchR. Rochelle seinen Beifall Mon. ined. p. 41.