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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Oedipus und Iokaste .

ist sie, wie Zannoni gezeigt hat, vorgestellt, ganz in Über-einstimmung mit jenen Zeilen 4 ). Der Waffcngenossen sindhier drei; Iokaste mit den beiden Söhnen, kleinen Knaben,stürzt hinzu und ein Diener hält sie zurück; indessen aufder andern Seite Kreon steht, der nun die oberste Stelleeinnimmt, und Eurydike auf einem Sessel sitzt, diess wohlnicht ohne Beziehung auf die königliche Würde die sie vonnun an mit ihrem Gemale theilt.

Ohne hier in die anderwärts gegebene Auseinander-setzung der ganzen Tragödie einzugehn, wiederhole ich nurdass Anlass zur Enthüllung des tragischen Geheimnisseswahrscheinlich durch einen Boten von Korinth her kam, ge-wiss unmittelbar nach den rührenden Entschliessungen deswürdigen und in seinem Unglücke noch glücklichen könig-lichen Ehepaars, etwa nach der Art wie Hygin (67) erzählt,oder wie in dem Oedipus des Seneca. Iokaste nahm sichdas Leben nicht, wie wir sie denn auch in den Phönissenwieder antrelfen. Schwerlich aber erschien sie noch aufder Bühne, wenigstens dass sie noch gesprochen hätte, istnicht zu erwarten. Oedipus hingegen trat sicher, Euripides müsste denn sich selbst ungetreu geworden seyn, auch jetztwieder als Redner über das Thema seiner eignen Lage auf,und wahrscheinlich gehörten diesem letzten Theile einige er-haltene Worte an, die ohne Zweifel ihm in den Mund ge-legt waren 5 ).

Diesen über sein Unglück Klagreden führenden Oedi-

4) Millingen bemerkt zu dem vorhin angezogenen Oedipus inKolonos p. 43 not. 2, dass diese Urne vient detre beureusement ex-pliquee par lAbbe Alessandri. Zannoni aber bat auf der ersten Seitedie Erklärung sich hinlänglich vindicirt. Die Urne war schon seitGori bekannt.

5) lloXhxq y* o SaL/xto v %ov ßiov fxixaOTtxaitqiJlllKlt Tj/xZv flfraßoXut Ti rrjs Tv%qt.

Sodann:

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