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Ocdipus und Iokasle.
rin hall sie mit ihrem Arm umschlungen, damit sie nichtwanke, indem sie nach dem Unseligen hinblickt und seineKlagen vernimmt, und scheint nach der Geberde der linkenHand ihr Trost einzureden. Dass auch Iokaste als andereHauptperson nicht im Profil, sondern von vorn zu sehen ist,was auf den Vasen seltner vorkommt, verräth ebenfalls Nach-ahmung einer theatralischen Stellung. Kreon auf der andernSeite ist als der Nachfolger des Oedipus bezeichnet durchden langen Stab mit dem Vogel darauf, als dem gewöhnli-chen Attribut der alten Könige auf der Bühne, eines Pria-mos, Agamemnon, Menelaos, wovon Aristophanes spricht 8 ).Kreon ist begleitet von einem jugendlichen Walfengefährten(&(Qäntiov ), der vielleicht durch den in der Hand gehalte-nen Hut die Bestimmung zu Aufträgen und Sendungen ge-braucht zu werden verräth.
Die Rückseite, welche Panofka beschreibt, hat auf dieHauptvorstellung keine Beziehung.
Den blinden König hat K. 0. Müller im folgenden Jahr-gang der Annalen (1835 7, 222—231) als den von der He-kabe geblendeten Thrakerkönig Polymcstor erklärt, dieseVorstellung auch in seinem Handbuch aufgenommen (§.415,
8) Av. 510 —15, und dazu der Schot. 510 und 1354. Küsterführt dabei an Harduin de num. ant. v. Tl^ovatimv p. 142 ed. r Am-stel. Was der Schot. Victor, zu V. 510 dem Sophokles zuschreihl,o oxrjnioßufitiii’ ultxiq, xvoiv diöq, ist nach einem andern Grammatiker,und wahrscheinlicher, wie Osann Auctar. Lex. Graec. p. 146 bemerkt,von Aescbylus und dessen Fragmenten noch beizufügen. Auf Vasenfinden wir so z. B. den Tbeseus neben dem mehrerwähnten Oedipusauf Kolonos, den Aeetes auf der berühmten Vase von Canosa undhei Millingen Peint. de Vases pl. 7 und andre. Pindar (Pytb. I, 6)und Phidias trugen das Zeichen, das vermulhlich von den PersischenKönigen (Xenoph. Cyrop. VII, 1, 4. Philostr. Im. II, 31 to arj/xiiovro ßuoiXtiov o xqvoovs ini zij<; niXvtjq cifrög) entlehnt ist, auf den Kö-nig der Götter über.