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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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407
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Abschied des Achilleus von seinem Grossvater Nereus . 407

wechslung des Malers, der gleich vielen andern kein Gelehr-ter war; nicht aber um anzuspielen auf den dem Peleus be-stimmten nur am Knöchel verwundbaren Sohn, wie Gerhardvermuthet: denn diess wäre zu gesucht, dunkel und trockenfür ein so edles Kunstwerk. Wir würden an diess demAchilleus ausschliesslich eigenthümliche Zeichen so viele Wortenicht verlieren wenn nicht die Scene die sich darnach her-ausstellt , so gar poetisch und einnehmend wäre und sichso sehr durch innere Wahrscheinlichkeit empföhle. Dabeikommt die von Bröndsted und zuerst von Millingen aus Pau-sanias (1, 17, 3) und Hygin (P. A. 2, 5) sinnreich, doch we-gen des Fussringels nicht richtig auf das schöne Bild ange-wandte Sage von Theseus zu statten, die Sage dass Minos im Zorne gegen den Jüngling ihm die Abstammung von Po-seidon abspricht, denn dieser werde ihm den Bing von sei-nem Finger nicht aus dem Meer heraufholen wenn er ihnhineinwürfe, dass dann jener den Ring zurückbringt undeinen Goldkranz, den ihm Amphitrite schenkte, dazu. AuchAchilleus konnte vermöge seiner Abkunft von der Thetis un-ter das Meer gehn, in die silberhelle Grotte, den Palast desMeeresalten [agyvcpeov oneog, doi/ima, 11.18, 50.141) [undin der Ilias selbst spricht er davon wie er seine Mutter imHaus ihres Vaters erzählen hörte (1, 396 no\).axi yüg atonuzgog iv'i /teydgoiaiv uxovoa etiyo/iivys)]. Gewiss gabes manche Volkssagen die das Einkehren bei den Meeres-göttern ausmalten. Die Methymnäer ehrten einen frommenJüngling Enallos, Enalos, der Jahre lang in Poseidons Grottedie Rosse gehütet hatte, nachdem ihn Delphine dahin ge-tragen, als er einer zum Opfer im Meere bestimmten Jung-frau nachgesprungen war 5 ). Der Abschied der Heroen vonEltern und Angehörigen ist ein Lieblingsgegenstand der altenKunst. Achilleus und Patroklos, Aias und Teukros, Theseus ,die Dioskuren und andre Heroen sehen wir so dargestellt,

5) Mjrsilos der Lesbier bei Plularch de so!, anim. 36. Sept. Sap.conv. 26. Anliklides bei Athen . XI p. 466 c.