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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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408
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408 Abschied des Achilleus von seinem Grossvater Nereus .

und keinen der Heroen haben sich Poesie und Kunst sosehr beeifert in allen bedeutenden Momenten der Kindheitund Jugend darzustellen als den Achilleus . Der Gott, wel-cher dem Scheidenden die Hand reicht, ist ganz der milde,verständige Meergreis [yigtav yniog, VTjftsgtrie, evßovXog)bei Hesiodus, in rein menschlicher Gestalt auch auf Vasenvon Vulci mit dem Dreizack versehn 6 ), wie der Duc deLuynes selbst bemerkt, und bei Virgil (Aen. 2, 418). DieGemälde der beiden Seiten bilden nur eine Reihe; so giesstdie hinterste der Nereiden den Abschiedstrank ein, wie öf-ter an Vasen 7 ), und nach der Schale reicht die ihr gegen-überstehende um sie zu übergeben; die thronende Doris aberhält einen goldnen Kranz, einen andern die dritte Nereide,damit keine bei der dem Jüngling zu erweisenden Ehre un-betheiligt sey: beide Kränze werden hingehalten, scheinennicht empfangen zu werden als Geschenke: was an derOenochoe mit der Schale noch sichtbarer ist. So stimmtAlles ungezwungen zusammen zu einer höchst gefälligen Vor-stellung.

0. Jahn sagt Archäol. Aufs. S. 20 dass Bröndsteds Er-klärung ihm wahrscheinlicher sey als die von Luynes undvon mir gegebenen, mit Verwaisung auf die Hall. Litt. Zeit.1842 Mai S. 87 ff. (nach Hygin, dass Ariadne den geschenk-ten Kranz bewundere, in Gegenwart zweier Genossinnen oderDienerinnen). In Rom wurde nach dem Bullettino 1847 p.140 eine Oenochoe aus Vulci vorgezeigt mit Theseus und

6) Rapporto Volc. in den Annali d. I. III p. 145 not. 300. deWitte Catal. Durand n. 378. Nereus mit dem Dreizack reitend aufeinem Hippokamp in Gerhards Vasenbildern Taf. 8, der ihn auch aufTaf 148 S. 185 nachweist ; mit einem Fischleib derselbe im MuseeBlacas pl. 20, wo der Name beigeschrieben ist.

7) S. besonders die bekannte im Cab. Pourtales pl. 35 s. mitder Erklärung oben S.345. R. Röchelte Mon. ine'd. pl. 60. LabordcYases I, 22. Mon. dell inst. II, 15.