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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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411
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Patroklos imMysischen Feldz. verwund, u. v. Achill , verb. 411

Zeichnung die ich hervorheben werde, widerlegt; im Übri-gen muss ich sie auf sich beruhen lassen, da es nicht meineAbsicht seyn kann ein weitaussehendes, aber bis jetzt nurnoch wenig angedeutetes System allegorisch-Arkadisch-Ae-gyptischer Gültererklärung im voraus zu bestreiten.

Bei dieser Vorstellung, die eben so merkwürdig alsausgezeichnetes Denkmal des Griechischen Styls der Vasen-zeichnung als durch die Neuheit des Inhaltes ist, kommt eswas Taf. 24 betrifft zunächst darauf an alles Einzelne dassich erkennen lässt, wohl zu unterscheiden, bis vielleicht eineandre Vase oder irgend ein sonstwo verborgener Umstanduns dazu verhilft das Fehlende bestimmter zu errathen unddadurch die Bedeutung des Ganzen noch mehr sicher zustellen. Eine wahrscheinliche Erklärung, die sich auf in-nere Übereinstimmung und auf Analogie stütze und durchFasslichkeit und Einfachheit überzeugen könne, will ich in-dessen zu geben versuchen.

In dem einen Halbkreis sind alle Personen sowohl durchAttribute als durch die beigeschriebenen Namen selbst klar,Amphitrite und Heslia auf dem Thron in der Mitte, vor ih-nen die drei Horen, zur andern Seite Hermes, Artemis ,Herakles ; die allein noch übrig bleibende Figur ist nachihrer Stellung neben dem Herakles zu bestimmen. Der Stabder Amphitrite , welcher oben nach Art eines Thyrsus mitSeegras geschmückt ist J ), erinnert zugleich an den Trident.

Der andere Halbkreis enthält vier Stühle, auf derenjedem zwei sitzende Figuren neben einander, die drei letz-ten Paare nach dem ersten, Zeus und Here, hingewendet.

1) Ein Stäbchen mit demselben Laubschmuck hält an einer Vasein Gerhards Antiken Bildwerken I, 43 Eros , schwebend über derAphrodite welche vom Schwan aus dem Meer hervorgehoben wird,umgeben von erstaunten, von Bewunderung überwältigten Satyrnund Nymphen , welche letzteren vermutlich ebenfalls als Baccbischezu denken sind. Diese vorzüglich poetische und schwungvolle Gom-posilion ist zu vergleichen mit dem Belief Museo Chiaramonli tav. 36,Aphrodite mit dem Eros über ihr flatternd unter Mänaden.