Odysseus Akanthoplex.
461
dien setzen mochte. Der Anker ist hinzugethan um anzu-deuten dass gerade wo die Fahrt glücklich schon beendetschien, im Augenblick des Anlandens das Orakel sich er-füllte. Die Vase selbst war vermuthlich in der zweiten Ha-miltonschen Sammlung, die von der des verstorbenen Tho-mas Hope in London die Grundlage gebildet hat. Im Ho-peschen Haus aber suchte ich sie im Jahr 1844 vergeblich.Die Menge der Vasen war dort indessen meistentheils sodicht und so hoch übereinader, so ungünstig auch in Hin-sicht des Lichts und der Beikommlichkeit aufgestellt dass ichhoffen durfte sie nur nicht gefunden zu haben und dass sicnicht unter den vielen sey die hei dem Transport der zwei-ten Hamiltonschen Sammlung von Neapel nach London inder See verunglückt sind. Auch Hr. Samuel Birch hatte sienicht gesehen und derselbe erwähnt sie nicht in dem Be-richt über die 1849 erfolgte Versteigerung der HopeschenVasensammlung in Gerhards archäologischem Anzeiger 1849S. 97 ff. Auch im Brittischen Museum findet sie sich be-stimmt nicht, das viele der Hamiltonschen Vasen enthält.
Ein noch nicht edirtes Bruchstück füge ich hinzu mitdem Namen des Telegonos und der Kirke, beachtenswerthals ein Zeichen mehr dass auch entweder die Telegoneeoder die daraus geschöpften Tragödien sich lange Zeit inweiten Kreisen in gutem Andenken erhalten haben. Ich sahcs zuerst in Neapel bei Herrn G. R. Steuart, der es vondem durch seine Antichitä di Acre bekannten Baron Giudicain Palazzuolo erhalten hatte. Nachher ist es nach Rom ge-kommen und im Bullettino 1843 p. 82 erwähnt worden.Die Figuren sind rotli, von edlem Styl: Kirke reicht demOdysseus einen Bogen, etwa beim Abschied.