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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Musäos, Zögling der Musen.

nos*). Den letzteren gesellt sich nunmehr Musäos hinzu.Dieser war auch in Athen gemalt, in dem Bau links nebenden Propyläen der die Pinakothek genannt worden ist. Pau-sanias nennt den Musäos zunächst nach einem jungen Hy-drienträger und einem Ringer, der von Timänetos gemaltwar (1, 22, 7). Was er dabei anführt, dass nach Onoma-kritos Boreas dem Musäos Flügel verliehn habe, ist nichtetwa in Bezug auf das Gemälde gesagt, sondern eine derZwischenbemerkungen die er zuweilen in seine Beschrei-bungen einstreut.

Diesen Dichter in einer Composition von Attischem Geistehaben wir als den Athenischen unter den alten geistlichenSängern die von der Sage gefeiert wurden, zu betrachten.Er war, wie sie alle, Thrakischen Ursprungs, Attisch aber,wie Eumolpos, durch den Zusammenhang von Eleusis mitaltthrakischen Geschlechtern und Religionsgebräuchen. Da-her heisst er Eleusier aus Athen , oder Athener bei He-rodot und Pausanias (10, 12, 5), als des Antiphemos Sohn * 1 2 3 * ).Man gab ihm dabei mythisch Selene zur Mutter, nach Pla-ton, Herodot und Hermesianax, und das grosse Geschlechtder Eumolpiden leitete sich von ihm oder den Musäos vonEumolpos ab 5 ). Strabon nennt ihn einen Thrakischen Mu-

*) Dieser an einem Lekylbos in Berlin , O. Jahn Beilr. S. 105.Gerhard Archäol. Zeit. 1848 Taf. XXI. Im Musee Etr. des Primenvon Canino ist N. 1434 bis an einer Kylix ein Linos zwischen einemMolpis und einem Xanthos, Linos die Laute spielend, die beiden an-dern zuhörend. Das O nicht weit von AJN02 ist von KAA02 übrig.

1) Suid. v. Movaalog.

2) Pausan. X, 5, 3. Suid. 'AvTupijitov y rov 'Exyavxov, tov Kiq-xvaiyog, xai 'Ekhyg ywcuxog (d. i. nicht der Selene , die man so um-deutete). Hermesianax giebt in seiner Elegie dem Musäos, dem Lieb-ling der Chariten (Xagirmv ijguvog) , eine Geliebte Antiope. Es istzu vermuthen dass in beiden Namen, Avriffrjficg undAvtIotuj, eineHindeutung auf Hesponsorien oder irgend ein musikalisches Verbält-niss liegt.

3) Herodot nennt den Musäos Sohn des Eumolpos; so das Epi-

gramm auf dem Grabmal in Phalerou (bei Brunck ep. udkax. n. 485)