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Musäos, Zögling der Musen.
in Phaleron war ein Grab des Musäos mit einer Grabschriftnach der Sage dass er dort gestorben sey, nach Diogenesvon Laerte (1, 3). Die Arten geistlicher Poesie die demMusäos beigelegt wurden, waren nach Aristophanes in denFröschen (1033) Krankheitsbeschwörung und Orakel 6 ). Manschrieb ihm Eumolpische Verse, Lehrsprüche an seinen SohnEumolpos 7 ) und vorzüglich einen Hymnus auf die Demeterzu, welcher im Besitz und Gebrauch der Lykomiden warund welchen Pausanias für das einzig sicher von ihm selbstHerrührende ansah (1, 22, 7. 4, 1, 5), dem wir also jedenfallsbedeutendes Alterthum, Ansehn und Inhalt Zutrauen können.Die Orphischen Weihungen (isAfizai) werden nur zufälligunterschieden wo von beiden Sängern die Rede ist, bei Ari-stophanes und Pausanias (10, 7, 2): denn wir wissen ausPlaton dass dem Musäos nicht weniger als dem Orpheusheilige Formeln zugeschrieben wurden, deren sich nicht blossEinzelne, sondern ganze Gemeinden unter Opfer-Cäremo-nien bedienten, um sich von Sündenschuld zu reinigen undden Strafen im jenseitigen Leben zu entgehen 8 ). Diesshängt wohl zusammen mit dem Hymnus der die Lehre vonder Seligkeit der Eingeweiheten jenseits, von den Mahlenund immer kreisenden Bechern enthielt 9 ).
die Überschrift einer Abhandlung, worin ich diese merkwürdige Ent-deckung bekannt machen werde.
6) Wahrsager nennt den Musäos auch Strabon p.762 und Pau-sanias führt xytjoiioi' 1 ; von ihm an X, 9, 5. 12, 6.
7) Pausan. X, 5, 3 Ei'nokjua ixt), Suidas nennt diese i'aotfi ’/xaqEdytokaty rw via, tut] d‘ (4000), u. setzt hinzu xai dkka uAttozu. Pausanias spricht von Versen (dem Hymnus) worinTriplolemos vorkam 1, 14, 2_
8) de rep. 11 p. 364 d. ßißkotv dl o/iadov Tia^iyoyxat. ]\lovaaiovMai ’Otttpiwq, Stktjytjq zl Kai Movaüiy iyyovmy, ö)f tpuox, xa&' «? &vrj-nokouot, mi&ovitq or fiövoy iditöx'uq dkkd xai .t ökfiq, tu? dfja Xvauq xtxal xu&aQfioi iläixtjituxiay t ätd dvoiwx xai auiätüq tjäoyüiy , dal fiiyixi qwotv , fiat dl xai xfktvxyoaotv * dq drj rtktxdq xukovoi-v t t öivixfi xaxtjtv dnokvovoiy qtiäq' fty &voavxaq dl dxxyd Tizpt/zzvzt. Philocho-rus 1. c. ouzos dl na^akiauq xai xtktxd s rcu xa&aqftoi/q avvi&tjxt.
9) Plato ib. p.363 c. vgl. die Stellen bei Lobeck Aglaoph. p. 806 ss.